Doppelmord in Gütersloh Polizei prüft Hinweise aus der Bevölkerung

Seit eine Frau in Gütersloh am Weihnachtstag die Leichen ihrer Mutter und ihres Onkels entdeckte, sind bei der Mordkommission "Bad" etwa 30 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Die Beamten erhoffen sich darunter die entscheidende Spur.

Im Fall des Doppelmordes von Gütersloh prüft die Polizei Hinweise aus der Bevölkerung.

(Foto: dpa)

Über den genauen Ermittlungsstand schweigen sich die Mitglieder der Mordkommission "Bad" aus. Derzeit werden 30 Hinweise aus der Bevölkerung geprüft, die seit dem mutmaßlichen Raubmord an Heiligabend bei der Polizei eingegangen sind. Am ersten Weihnachtsfeiertag hatte eine Frau in Gütersloh ihre 74-jährige Mutter und ihren Onkel tot in deren Wohnhaus entdeckt.

Nach Angaben der Ermittler fehlt bislang allerdings der entscheidende Hinweis auf den oder die Täter. Auch bleibt die Tatwaffe, vermutlich ein Messer, verschwunden. In der Neuen Westfälischen äußerten Anwohner ihre Verwunderung darüber, dass noch nicht in den Wassern des nahen Flusses Dalke nach der Waffe getaucht worden sei.

Bislang hielten sich die Beamten zum Ermittlungsstand äußerst bedeckt. Allein, dass sie von einem Raubmord ausgehen, ist bekannt. Die Fahnder vermuten diesen Hintergrund, da das weihnachtlich geschmückte Wohnhaus von den mutmaßlichen Tätern durchsucht worden war. Das Haus in der Badstraße - die der Mordkommission ihren Namen lieh - liegt in einem wohlhabenden Viertel von Gütersloh.

Die Tochter hatte die getöteten Geschwister entdeckt, nachdem sie weder die Ärztin noch den Lehrer im Ruhestand über Stunden erreicht hatte. Laut Obduktionsergebnis wurden beide Opfer mit mehreren Stichen getötet.