Die Royals:Prinz George's erster Schultag: Lernen "nett zu sein"

Für den Sohn von William und Kate hat heute der Ernst des Lebens begonnen: Papa hält Händchen, Mama liegt derweil krank im Bett.

Vor knapp zwei Monaten gerade vier Jahre alt geworden und heute gleich den ersten Schultag: Ist der älteste Spross von Kate und William etwa hochbegabt? Nein, auch wenn die Einschulung eines Prinzen ein besonderes Ereignis für die Briten ist, auf der Insel beginnt für alle Kinder die Schulzeit schon mit fünf oder vier Jahren.

Bei seinem großen Tag musste der kleine George allerdings auf seine Mutter Catherine verzichten. Die Königsfamilie hatte erst vor wenigen Tagen mitgeteilt, dass sie ihr drittes Kind erwartet und wie zuvor leidet Kate in der Schwangerschaft unter starker Übelkeit. Ohne mütterliche Unterstützung blickt George etwas scheu und sorgenvoll als er am Morgen mit Papa William an der Hand zum Schulgebäude läuft. Anders als auf dem später vom Königshaus veröffentlichten Foto.

Wie es in England Tradition ist, trägt der kleine Prinz die Uniform seiner Schule, der Thomas's Battersea Privatschule, die im Südwesten Londons liegt. Pullover, Hemd, schwarze Schuhe - und Shorts. Dass die zu seinen Lieblingskleidungsstücken zählen, hat der Prinz schon mehrfach bewiesen. Die royalen Waden sind also bei Wind und Wetter erprobt, daher dürfte er auch bei 18 Grad kaum gefröstelt haben.

Auch wenn das royale Paar gerne seine Volksnähe betont, wie zuletzt bei seinem Deutschlandbesuch, schickt es George an keine x-beliebige Schule. Thomas's Battersea ist laut dem UK Good Schools Guide eine Adresse für "cosmopolitische Eltern, die ihren Kindern die beste englische Ausbildung bieten wollen, die man für Geld kaufen kann". An seiner neuen Schule erwartet den Prinz ein volles Programm: Wissenschaft, Informatik, Sprachen, Ballet, Judo, Musik oder Schauspiel. Besonders wichtig ist es der Schule nach eigenen Angaben aber, den Kindern beizubringen "nett zu sein".

Kein Drill, sondern soziale Werte sollen vermitteln werden - Freundlichkeit und Toleranz, aber auch die Fähigkeit zu führen. Die Schüler müssten ermuntert werden, "aus der Menge aufzustehen" und auch mal "unpopuläre Entscheidungen" zu riskieren, so die Schulregeln.

Günstig ist die Erziehung von Geist und Moral nicht: Umgerechnet fast 20 000 Euro kostet das Jahr bei Thomas's Battersea. Dafür sind die Klassen vergleichsweise klein: Mit 20 anderen Jungen und Mädchen wird George zusammen lernen, mehr als 500 Kinder hat die Schule insgesamt. Nachdem sich der kleine George hier zwischen den Versuchslaboren, Sportstätten und Büchereien durchgepaukt hat, kann er in der Kantine sogar ein veganes Mittagessen zu sich nehmen. Ob ihm seine Schwester auf die gleiche Schule folgt, ist noch unklar. Charlotte, 2, hat noch mindestens zwei Jahre Zeit.

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