Die Knut-Show Eine Stunde warten, zehn Minuten zusehen

Der Andrang im Berliner Zoo ist an den Osterfeiertagen besonders groß. Alle wollen Knut sehen. Mittlerweile hat man dort ein Rotationsprinzip eingeführt: Nach einer Stunde warten, darf man zehn Minuten einen Blick auf den Eisbären werfen.

Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen haben zahlreiche Touristen die Osterfeiertage für einen Kurzbesuch in Berlin genutzt.

Hier kuschelt Knut, das Original, mit seiner Plüschausgabe.

(Foto: Foto: ddp)

Vor allem der Berliner Zoo dank Knut und der Reichstag sind in diesem Jahr die Hauptziele auf den Touristenpfaden. Am Samstag seien bei schönem Frühlingswetter geschätzte 20 000 Besucher in den Zoo geströmt, sagte Bärenkurator Heiner Klös in Berlin.

Allein von Gründonnerstag bis Karfreitag kamen mehr als 70 000 Besucher in den Zoo. Die Menschen standen ungefähr eine Stunde an, um einen zehnminütigen Blick auf den mittlerweile 13 Kilogramm schweren Eisbären werfen zu können. Unter den Gästen waren auch zahlreiche Touristen, etwa aus Japan, Großbritannien und den USA.

Seit Anfang vergangener Woche gilt vor dem Braunbärgehege eine Art Rotationsprinzip. Nach rund 10 Minuten müssen die Neugierigen die Knut-Show wieder verlassen und für die nächsten Bärenfreunde Platz machen.

Aber auch der Bundestag war bei den Berlin-Touristen sehr gefragt. Am Ostersamstag reichte die Schlange vor dem Gebäude bis zur mehrere 100 Meter entfernten Jitzak-Rabin-Straße. Wer zu den Schauplätzen der Politiker wollte, musste dabei stundenlange Wartezeiten in Kauf nehmen. Insgesamt rechnet Berlins Tourismus-Chef Hanns Peter Nerger mit zwei Millionen Besuchern bis zum Ostermontag.