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Deutschlands reichste Frau:Klattens gehen getrennte Wege

Susanne und Jan Klatten

Susanne Klatten mit ihrem Mann Jan beim Ball des Sports im Jahr 2013. (Archivbild)

(Foto: Arne Dedert/dpa)

Susanne Klatten hat in einer Erklärung die Trennung von ihrem Mann bekannt gegeben. Das Paar gehe "in Freundschaft in eine neue Lebensphase".

Was ist passiert?

Susanne Klatten und ihr Mann Jan haben sich getrennt. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung unter Berufung auf eine gemeinsame Erklärung der Noch-Eheleute. "Nach mehr als 30 guten und spannenden Jahren geben wir heute unsere Trennung als Paar bekannt", heißt es darin.

Warum interessiert uns das?

Weil Susanne Klatten nicht irgendjemand ist. Zusammen mit ihrem Bruder hat sie Johanna Quandt beerbt, die Witwe des Industriellen Herbert Quandt. Susanne Klatten gehört ein Anteil von 20,9 Prozent des Automobilunternehmens BMW. Sie selbst ist unternehmerisch tätig mit der Beteiligungsgesellschaft "SKion". Das US-Magazin Forbes führt sie mit einem Vermögen von circa 25,1 Milliarden Dollar als reichste Frau Deutschlands.

Verheiratet war Klatten mit ihrem Mann 28 Jahre lang. Das Paar hat drei erwachsene Kinder und lebte bislang im hessischen Bad Homburg vor der Höhe. Vorgestellt wurden die beiden Ende der 80er Jahre in der BMW-Zentrale in München. Sie arbeitete damals in der Finanzabteilung des Unternehmens, er war seinerzeit Ingenieur bei dem Autobauer. Kurze Zeit später trafen sie sich im BMW-Werk in Regensburg wieder - und gingen miteinander Essen. Die Hochzeit fand im Jahr 1990 statt.

2007 wurde die heute 56-Jährige Opfer eines Erpressungsversuchs. Ein Schweizer, mit dem sie eine Affäre hatte, setzte sie mit pikanten Videos aus einem Hotelzimmer unter Druck. Mehrere Millionen Euro sollen geflossen sein, bis Klatten Strafanzeige gegen den Mann stellte. 2009 wurde er zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt. Klattens Ehemann stand damals zu seiner Frau.

Wie geht es nun weiter?

Getrennt, offensichtlich. Aber nicht vollkommen ohne einander: Themen im unternehmerischen wie im privaten Bereich würden die beiden demnach weiterhin verbinden, heißt es in der Mitteilung. "Wir gehen in Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit und in Freundschaft in eine neue Lebensphase."

© SZ.de/dpa/lkr/feko
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