Der Wolf in DeutschlandEr hat ein echtes Imageproblem

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Der Mensch bewundert die Schönheit des Wolfs am liebsten im Fernsehen.
Der Mensch bewundert die Schönheit des Wolfs am liebsten im Fernsehen. Arne Dedert/picture alliance/dpa

Die wenigsten haben ihn schon gesehen, aber alle haben eine Meinung von ihm – und dank der Brüder Grimm meist keine gute. Dabei erzählt der Umgang mit ihm mehr über die Menschen als über das Tier.

Von Michael Bauchmüller

Er muss schon ein listiges, skrupelloses Kerlchen sein, dieser Wolf. Mal frisst er Kreide, damit seine Stimme mütterlich klingt, mal verkleidet er sich als Großmutter. Und am Ende frisst er, wen er so überlistet hat: Seien es sechs wehrlose Geißlein oder Mädchen mit einem roten Käppchen. So jedenfalls ist der Wolf Generationen von Kindern begegnet, seit die Brüder Grimm ihn zur Hauptfigur ihrer Märchen machten. Seither hat der Wolf ein echtes Imageproblem. Wäre er ein Politiker, er gälte wohl als unwählbar. Stattdessen ist er Gegenstand von Politik.

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