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Deutscher Filmpreis:Goldene Lola für Debütfilm "Oh Boy"

Deutscher Filmpreis 2013 - Verleihung

"Das kann eigentlich gar nicht sein, weil es so unglaublich ist": Regisseur Jan Ole Gerster gewinnt mit "Oh Boy" die goldene Lola für den besten Spielfilm. 

(Foto: dpa)

Jan Ole Gerster, der Regisseur von "Oh Boy", ist der große Gewinner bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises. Neben der Golden Lola gewinnt sein Film fünf weitere Lolas. Tom Tykwers Mammutwerk "Cloud Atlas" hingegegen wird nur in Nebenkategorien ausgezeichnet.

Die Goldene Lola für den besten deutschen Spielfilm geht an Jan Ole Gersters Kinodebüt "Oh Boy". Das wurde bei der Gala zum 63. Deutschen Filmpreis in Berlin bekanntgegeben. Der melancholische Schwarz-Weiß-Film erzählt von einem Berliner Studienabbrecher, der sich durch die Großstadt treiben lässt.

Die Silberne Lola in der Kategorie Bester Film erhielt Margarethe von Trottas Kinobiografie "Hannah Arendt". Die Auszeichnung in Bronze in der Königskategorie bekam das Drama "Lore" von Cate Shortland. Die zuvor mit neun Nominierungen hoch gehandelte Literaturverfilmung "Cloud Atlas" erhielt fünf Lolas. Der mit Kosten von 100 Millionen Dollar teuerste deutschen Film aller Zeiten wurde für die beste Kamera, den besten Schnitt, das beste Szenenbild, die beste Maske und die besten Kostüme ausgezeichnet.

Die Lola ist der höchstdotierte deutsche Kulturpreis. Die Auszeichnung in Gold ist mit 500 000 Euro verbunden. Im vergangenen Jahr war Andreas Dresens Krebsdrama "Halt auf freier Strecke" zum besten Spielfilm gekürt worden.

Die Gewinner der Filmpreises nach Kategorien:

  • Goldene Lola: "Oh Boy" von Jan Ole Gerster
  • Silberne Lola: "Hannah Arendt" von Margarethe von Trotta
  • Bronzene Lola: "Lore" von Cate Shortland
  • Bester Kinderfilm: "Kaddisch für einen Freund" von Leo Khasin
  • Bester Dokumentarfilm: "More Than Honey" von Markus Imhoof
  • Beste weibliche Hauptrolle: Barbara Sukowa ("Hannah Arendt")
  • Beste männliche Hauptrolle: Tom Schilling ("Oh Boy")
  • Beste weibliche Nebenrolle: Christine Schorn ("Das Leben ist nichts für Feiglinge")
  • Beste männliche Nebenrolle: Michael Gwisdek ("Oh Boy")
  • Beste Regie: Jan Ole Gerster ("Oh Boy")
  • Bestes Drehbuch: Jan Ole Gerster ("Oh Boy")
  • Beste Kamera/Bildgestaltung: John Toll, Frank Griebe ("Cloud Atlas")
  • Bester Schnitt: Alexander Berner ("Cloud Atlas")
  • Bestes Szenenbild: Uli Hanisch, Hugh Bateup ("Cloud Atlas")
  • Bestes Kostümbild: Kym Barrett, Pierre-Yves Gayraud ("Cloud Atlas")
  • Bestes Maskenbild: Daniel Parker, Jeremy Woodhead ("Cloud Atlas")
  • Beste Filmmusik: The Major Minors, Cherilyn MacNeil ("Oh Boy")
  • Beste Tongestaltung: Christian Bischoff, Uve Haussig, Johannes Konecny ("Die Wand")
  • Ehrenpreis: Werner Herzog
  • Publikumspreis: "Schlussmacher" von Matthias Schweighöfer