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Demonstration gegen Polizeigewalt:Die Schüsse in Dallas treffen die USA ins Herz

Aus der friedlichen Demonstration in Dallas wird ein neues Trauma für Amerika. Schwarze und Weiße trauern gemeinsam um die Opfer. Die Bilder.

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Quelle: AFP

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Am Donnerstagabend versammeln sich Menschen in der texanischen Millionenstadt Dallas, um gegen Polizeigewalt zu protestieren. Kurz zuvor waren innerhalb von nur 48 Stunden zwei Schwarze erschossen worden: In Falcon Heights, Minnesota starb der 32-jährige Philando Castile im Krankenhaus, nachdem ein Polizist bei einer Fahrzeugkontrolle auf ihn geschossen hatte. Am Tag vorher hatten in Baton Rouge, Louisiana zwei Polizisten den 37-jährigen Alton Sterling auf einem Parkplatz zu Boden gezwungen und erschossen.

Ein Mann appelliert mit einem Plakat an Präsident Obama: President of the United States, wir brauchen dich jetzt.

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Ein anderer Mann legte sich auf den Boden, nachdem er "Erschieß mich nicht" geschrien hatte - ein Slogan, der auch bei anderen Demos im ganzen Land skandiert wurde. Alton Sterling, dessen Tod die Proteste mit auslöste, war am Boden liegend aus nächster Nähe erschossen worden.

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Dann bricht Panik aus. Ein Heckenschütze, der 25-jährige Micah Xavier Johnson, feuert auf Polizisten. Fünf sind tot, fünf weitere Beamte und zwei Zivilisten teils schwer verletzt. Ein Augenzeuge beschrieb die Situation bei CNN als "außer Kontrolle". Die Menschen seien in Panik geflohen, einige niedergetrampelt worden.

Schüsse auf Polizisten in Dallas

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Diese Beamten suchen hinter einem Streifenwagen Schutz - die Waffen im Anschlag. Sie versuchen, die schutzlosen Demonstranten in Sicherheit zu bringen, während der Scharfschütze auf sie feuert.

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Auf der Jagd nach Johnson, einem ehemaligen Soldaten, stürmen andere Polizisten in ein Parkhaus. Dort verschanzt sich der Täter, droht mit weiteren Toten.

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Die Polizisten entscheiden sich, einen Roboter einzusetzen, um Johnson zu töten. Sie statten ein ferngesteuertes Gefährt mit einem Sprengsatz aus und und lotsen es zum Aufenthaltsort des Schützen im Parkhaus. Bei der Explosion stirbt der Täter.

Schüsse auf Polizisten in Dallas

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Ein weinender Polizist der Verkehrsbetriebe (DART) von Dallas: Die lokale Polizei galt als vergleichsweise fortschrittlich und hatte in den vergangenen Jahren versucht, Minderheiten zu integrieren und Maßnahmen gegen Polizeigewalt und Rassismus umzusetzen. Sie trifft der Angriff besonders hart.

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Eltern in Dallas versuchen, ihre Kinder zu beruhigen und zu trösten.

Alejandro Rodriguez

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Mit Blumen geschmückte Polizeiautos stehen vor einer Polizeistation in Dallas. Der Täter hatte es offenbar gezielt auf weiße Polizisten abgesehen - das dürfte die Gräben im Lande weiter verschärfen.

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Schwarze und Weiße trauern bei einem Gottesdienst in Dallas gemeinsam um die getöteten Polizisten. Sie verurteilen jede Form der Gewalt, unabhängig von der Hautfarbe. Der Täter hatte vor seinem Tod gesagt, er sei empört über die Morde an Schwarzen durch Polizisten; deshalb wolle er Weiße töten, "vor allem weiße Polizisten".

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Im ganzen Land versammeln sich Menschen, um Trauer und Mitgefühl für die erschossenen Polizisten auszudrücken. Hier laufen rund 1000 Demonstranten durch San Francisco. Sie verurteilen die Schüsse auf die Beamten, fordern aber gleichzeitig Maßnahmen gegen Polizeigewalt, die sich besonders häufig gegen Schwarze richtet.

© SZ.de/dayk/tamo/sih

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