Schleswig-Holstein Delfin besucht Lübecker Bucht

  • Ein Hafenmitarbeiter hat in Lübeck von seinem Boot aus einen Delfin gesichtet.
  • Das Tier schwamm für einen Moment direkt neben dem Boot und sprang dann einige Meter entfernt in die Luft.
  • Es ist bereits der vierte Delfin, der in den vergangenen Jahren in der Ostsee vor Schleswig-Holstein gesichtet wurde.

Delfine gucken ist eine Touristen-Attraktion - allerdings eher im Urlaub in der Ferne. Eigentlich leben die Großen Tümmler am liebsten in tropischen Gewässern. Das hat sich allerdings in den vergangenen Jahren schon öfter geändert. Denn die Meeressäuger können auch in kälteren Gewässern wie denen vor Deutschlands Küsten leben und haben daran offenbar langsam Gefallen gefunden.

In der Lübecker Bucht hat nun ein Mitarbeiter der Lübeck Port Authority einen Delfin entdeckt. Lars Brackenwagen war mit seinem Boot zu einer Badeinsel vor dem Kurstrand Travemünde unterwegs. Zusammen mit einem Kollegen dokumentierte er die ungewöhnliche Begegnung mit seinem Smartphone.

Brackenwagens Bilder zeigen, wie zutraulich das Tier auf die Begegnung mit den Hafenmitarbeitern reagiert. Zunächst schwimmt es neben dem Boot, dann springt es sogar aus dem Wasser.

Immer wieder werden Delfine in der Ostsee gesichtet

In Schleswig-Holstein wurden bereits 2016 drei Delfine gesichtet: Zuerst zeigten sich im Februar in Flensburg gleich zwei der Tiere, die prompt "Delfie" und "Selfie" genannt wurden. Nur wenige Monate später hielt sich ein anderer Delfin, die Anwohner tauften ihn "Freddy", gleich über mehrere Wochen in der Kieler Förde auf.

Dass die Tiere immer öfter in weniger tropischen Gewässern wie der Nord- und Ostsee gesichtet werden, könnte unter anderem an den steigenden Wassertemperaturen liegen. Auch auf der Suche nach Nahrung dringen sie immer wieder in die unbekannten Gewässer vor. Auf dem Speiseplan stehen dabei ganz verschiedene Meerestiere: Aale, Tintenfische, Garnelen und andere Krebse.

Ob das neueste Tier länger in der Bucht verweilen wird oder wieder in wärmere Gewässer zurückgeschwommen ist, wird sich zeigen. Ansonsten dürfte es wohl nicht lange dauern, bis die ersten Boote eine "Dolphin Watching"-Tour anbieten. Spätestens dann sollten sich die Lübecker aber auch für diesen Delfin einen Namen ausdenken.

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