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Daniel Brühl hat Angst vor Brandstiftern:Furcht vor dem Feuer

"In Berlin werden Autos abgefackelt", davon ist Daniel Brühl überzeugt. Das hält ihn sogar vom Kauf eines Ferraris ab. Unglücklich macht den Schauspieler auch die Entwicklung der deutschen Filmbranche und die Tatsache, dass er keine Garage besitzt.

Daniel Brühl

Hat Angst um sein Traumauto: Daniel Brühl.

(Foto: Getty Images/sz.de)

Eigentlich hätte Daniel Brühl gerne einen Ferrari. Doch der Traum vom italienischen Wagen scheitert nicht - wie bei so vielen normalsterblichen Ferrari-Fans - an der finanziellen Lage, sondern ausgerechnet am Wohnort: "In Berlin werden Autos abgefackelt", sagte der Schauspieler in einem Interview mit der Zeitung Die Welt und begründete so, warum er beim Kauf seines Traumautos zögere.

Dabei hat Brühl sogar schon einen bestimmten Ferrari im Auge: Er würde gerne den Wagen kaufen, den er zurzeit bei den Dreharbeiten für den Film Rush fährt. Vielleicht, weil er sich dann noch ein wenig länger wie Profi-Rennfahrer Niki Lauda fühlen könnte, den er in der deutsch-britischen Produktion verkörpert. "Ich habe aber leider keine Garage", sagte Brühl, "und man müsste so ein Auto gut schützen."

Angst vor den berüchtigten Berliner Autobrandstiftern habe er bei seinen momentanen Autos aber nicht. Dabei besitzt er immerhin drei potenziell entflammbare Fahrzeuge. "Ich habe einen Audi, einen alten Alfa Romeo Giulia und ein Peugeot 204 Cabrio", zählt Brühl auf. Doch was für ein Glück: "Denen geht es gut."

Aber nicht nur das gefährliche Pflaster Berlins macht dem 33-Jährigen zu schaffen. Unglücklich äußerte sich Brühl, dessen Film Und wenn wir alle zusammen ziehen gerade angelaufen ist, auch über die deutsche Filmbrache.

"Im Moment ist es frustrierend", sagte der deutsch-spanische Schauspieler, obwohl er zu Beginn seiner Karriere noch stolz gewesen sei, Teil des deutschen Kinos zu sein. Er vermisse vor allem publikumsorientierte Filme aus dem Bereich Science-Fiction. Dabei stamme der erste Film dieses Genres von dem Deutschen Fritz Lang. "Wir hatten da mal wirklich etwas drauf", sagte Brühl, "ich verstehe nicht, dass wir bei unserer interessanten Geschichte nicht viele Genrefilme machen."

An dem Werdegang des deutschen Kinos wird Brühl im Alleingang nicht viel rütteln können. Doch immerhin für sein anderes Problem gäbe es Abhilfe: Denn leichter noch als ein Ferrari müsste doch ein Tiefgaragenstellplatz zu beschaffen sein.

© Süddeutsche.de/dapd/afp/soli/feko

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