Dänische Nordseeküste:Kokain im Wert von drei Millionen Euro angespült

Vermutlich warfen Schmuggler die Droge ins Meer um Zollfahndern zu entgehen: An den Küsten von drei dänischen Nordseeinseln sind insgesamt 80 Kilogramm Kokain angespült worden. Das Rauschgift hat einen Schwarzmarktwert von drei Millionen Euro.

Rucksack- statt Flaschenpost für Dänemark: An der Nordseeküste des skandinavischen Landes ist Kokain im Schwarzmarktwert von drei Millionen Euro angeschwemmt worden - verpackt in Rucksäcke.

Unter anderem wurden an den Stränden der Nordseeinseln Fanø und Mandø sowie vor Blåvand insgesamt 80 Kilogramm der Droge gefunden, bestätigte der Husumer Polizeisprecher Holger Diehr einen Bericht des Flensburger Tageblatts. "Die dänischen Behörden informierten uns am 5. Februar", sagte Diehr. An Schleswig-Holsteins Stränden habe es bislang keine Funde gegeben.

Die Kokain-Pakete seien möglicherweise von Bord eines Schiffes geworfen worden, als sich ein Zollboot näherte. Nach Angaben der dänischen Polizei sei es die größte bislang an der dänischen Küste gefundene Drogenmenge: Man habe die europäische Polizeibehörde Europol im niederländischen Den Haag informiert.

In Schleswig-Holstein ist zuletzt vor sechs Jahren Kokain in größeren Mengen angespült worden: Im März 2007 wurden mehrere Rucksäcke mit insgesamt 35 Kilogramm Kokain am Strand von Sylt gefunden.

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