Unglück in Crans-Montana„Wenn die Situation als bedrohlich erkannt wird, ist die Ratio im ersten Moment gehemmt“

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Gedenken an 40 Tote: Um die niedergelegten Blumen und Kerzen vor Schnee zu schützen, wurde in Crans-Montana vor der ausgebrannten Bar „Le Constellation“ ein Zelt errichtet.
Gedenken an 40 Tote: Um die niedergelegten Blumen und Kerzen vor Schnee zu schützen, wurde in Crans-Montana vor der ausgebrannten Bar „Le Constellation“ ein Zelt errichtet. (Foto: Philipp von Ditfurth/dpa)

Weshalb haben beim Brand in Crans-Montana manche Partygäste nicht sofort die Flucht ergriffen, als das Feuer ausbrach? Der Katastrophenforscher Martin Voss erklärt, warum ein solches Verhalten typisch ist und wie man sich gedanklich auf Extremsituationen vorbereiten kann.

Interview von Moritz Geier

Die Flammen fressen sich durch den Schaumstoff an der Decke, Rauch wabert durch den Raum. Und die Partygäste? Heben ihre Smartphones, filmen, jubeln, schauen zu, so ist es auf einem Video zu sehen, das seit Tagen kursiert. Es sind Aufnahmen, die Fragen aufwerfen, auch jetzt noch, eine Woche nachdem 40 Menschen ihr Leben verloren bei jenem Brand in der Bar „Le Constellation“ im Schweizer Skiort Crans-Montana. Martin Voss kennt sich mit menschlichem Verhalten in Extremsituationen aus, er ist Soziologe und Katastrophenforscher an der Freien Universität Berlin.

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