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Sexuelle Nötigung:Bill Cosby geht in Berufung

Bill Cosby

Bill Cosby sitzt derzeit wegen sexueller Nötigung im Gefängnis.

(Foto: AP)

Der Entertainer sitzt derzeit wegen sexueller Nötigung im Gefängnis. Nun legt er gegen das Urteil Berufung ein. Das Gericht habe nicht relevante Aussagen von Zeuginnen zugelassen.

US-Entertainer Bill Cosby hat Berufung gegen seine Verurteilung wegen sexueller Nötigung eingelegt. Das Gericht habe Zeugenaussagen von Frauen zugelassen, die nicht relevant gewesen seien, heißt es in dem Schreiben von Cosbys Anwälten an das Gericht im US-Staat Pennsylvania.

Die Anwälte reagieren mit der Berufung auf eine Äußerung von Richter Steven O'Neill. In einer Anmerkung nach dem Prozess hatte O'Neill gesagt, die Aussagen der fünf anderen Zeuginnen ähnelten der Aussage des Opfers von 2004 sehr. Wortwörtlich war von "erschreckenden Gemeinsamkeiten" die Rede, die auf einen typischen Ablauf von Verbrechen hindeuteten. Cosbys Anwälte sehen die Aussagen jedoch als "auffallend unterschiedlich" an.

Cosby sitzt seit September eine Haftstrafe von drei bis zehn Jahren wegen schwerer sexueller Nötigung ab. Er war für schuldig befunden worden, 2004 eine Frau unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht zu haben. Mehr als 60 Frauen hatten Cosby sexuelle Übergriffe unterschiedlicher Art vorgeworfen. Die Jury sah es als erwiesen an, dass Cosby die aus Kanada stammende Universitätsangestellte Andrea Constand mit Tabletten hilflos gemacht und dann sexuell genötigt hatte.

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