Süddeutsche Zeitung

Coronavirus-Verdacht in Brandenburg:Bis zu 2250 Menschen in häuslicher Quarantäne

  • Bis zu 2250 Menschen sind nach einem Coronavirus-Verdacht an einer Schule in der brandenburgischen Kleinstadt Neustadt (Dosse) isoliert.
  • Die Schule besuchen Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Isolierten sind über mehrere Bundesländer verteilt.

Nach dem Coronavirus-Verdacht in Neustadt (Dosse) in Brandenburg befinden sich nach aktuellen Schätzungen bis zu 2250 Menschen in häuslicher Quarantäne. Das teilte der Landkreis Ostprignitz-Ruppin am Abend mit. Die isolierten Menschen sind demnach über mehrere Landkreise Brandenburgs und weitere Bundesländer verteilt. Der Landkreis distanzierte sich damit zugleich von zuvor genannten deutlich höheren Zahlen. Der Amtsdirektor der Kleinstadt hatte von 4000 bis 5000 Menschen in häuslicher Quarantäne gesprochen.

Die Prinz-von-Homburg-Schule in Neustadt, der Hort sowie Reitinternate bleiben vorsorglich bis einschließlich 17. März geschlossen. Dann endet die mögliche Inkubationszeit.

Betroffen von der Quarantäne sind Schüler, Lehrer, Mitarbeiter und Angehörige. An der Schule lernen Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet und der Region. Sie kooperiert mit dem Brandenburgischen Haupt- und Landgestüt und ist besonders beliebt, weil Reitsport im Unterricht angeboten wird.

Insgesamt 19 Personen, darunter Lehrer der Schule und Mitarbeiter des Gestüts, hatten am 2. März bei einer Beratung Kontakt mit einer mit dem Coronavirus infizierten Berlinerin. Daraufhin ordnete das Gesundheitsamt zunächst die häusliche Isolation für unmittelbare Kontaktpersonen an. Ergebnisse der Tests auf das Coronavirus lagen bislang noch nicht vor. Auch hätte keiner der Beratungsteilnehmer bisher Symptome einer Covid-19-Erkrankung, wie der Landkreis weiter mitteilte.

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SZ.de/dpa/mane/cck
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