China:Die entführten Kinder

Lesezeit: 4 min

China: Li Jingwei mit der selbst gezeichneten Karte von seinem Dorf. Als Vierjähriger wurde er entführt, mit der Hilfe von Social Media hat er nun seine Mutter und seine Geschwister wiedergefunden.

Li Jingwei mit der selbst gezeichneten Karte von seinem Dorf. Als Vierjähriger wurde er entführt, mit der Hilfe von Social Media hat er nun seine Mutter und seine Geschwister wiedergefunden.

(Foto: Li Jingwei/AP)

Li Jingwei war ein kleiner Junge, als er aus seinem Heimatdorf entführt und an eine fremde Familie verkauft wurde. Wie ihm mehr als 30 Jahre später eine Zeichnung dabei half, seine Mutter wiederzufinden.

Von Christoph Giesen, Peking

Seinen richtigen Namen kannte Li Jingwei nicht. Er wusste auch nicht, wie alt er war und wo genau er geboren wurde. Er erinnerte sich nur an das Dorf. An die Häuser, die dort standen, an die Bäume und Sträucher, die Sandpiste, die sich durch den Ort zog. Er erinnerte sich an die Berge, den Bambuswald und den Teich neben dem Haus seiner Eltern. Immer und immer wieder hat er in den vergangenen Jahren das Dorf gemalt. Die Erinnerungen eines Viereinhalbjährigen, verdichtet in einer Landkarte.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Wir 4
Sabbatical
Auf Weltreise mit Kindern
Amoklauf in Texas
Diese frustrierende Gleichgültigkeit in den USA
Thoughtful senior man sitting on chair in living room; Aengste
Gesundheit
Wie ich meinen Ängsten den Kampf ansagte
Mandy Mangler
Intimgesundheit
"Nennt eure Vulva so oft wie möglich beim Namen"
Reden wir über Geld
"Wem zum Teufel soll ich jemals dieses Zeug verkaufen?"
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB