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China:Das Geheimnis von Shi

Die chinesische Polizei nimmt einen Millionär fest. Er soll vor einigen Jahren eine Bank überfallen haben.

Herr Shi, so lautet seine Version der Geschichte, hat es mit harter Arbeit vom armen Wanderarbeiter zum reichen Immobilienmagnaten gebracht. Die Polizei in der chinesischen Provinz Henan hat die Aufsteigerstory des 53-jährigen Multimillionärs am Mittwoch um ein Detail ergänzt. Der öffentlich nur "Herr Shi" genannte Unternehmer werde verdächtigt, vor 16 Jahren mit vier Komplizen eine Bank überfallen zu haben, teilten die Ermittler mit. So habe der Wanderarbeiter den Grundstein für sein Imperium gelegt.

Fünf maskierte Männer waren im Dezember 1999 mit Pistolen und Hämmern bewaffnet kurz vor Ladenschluss in die Bank in Henan gestürmt. Die Bande soll mit fünf Taschen voller Geld entkommen sein und über zwei Millionen Yuan, rund 300 000 Euro, erbeutet haben. Zwei Angestellte wurden schwer verletzt. Jahrelang war es der Polizei nicht gelungen, die Bankräuber zu schnappen. Laut eigenen Angaben auch deshalb, weil es damals keine Videoüberwachung gegeben habe. Vor wenigen Monaten habe man die Ermittlungen erneut aufgenommen. Mit neuen technischen Methoden konnten laut Polizei nun unter anderem Spuren an einem am Tatort zurückgelassenen Hammer ausgewertet werden, die offenbar zu dem schwerreichen Verdächtigen führten.

Vergangene Woche wurde Shi festgenommen, laut Nachrichtenagentur Xinhua wird ihm vorgeworfen, er sei der Anführer gewesen, habe etwa die Hälfte der Beute eingestrichen und sich so das Startkapital für seine Immobiliengesellschaft gesichert, die Geschäfte, Einkaufszentren und Ferienwohnungen baut.

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