WeihnachtsanspracheKrebskranker King Charles dankt Ärzten und Pflegepersonal

Lesezeit: 2 Min.

König Charles III. während seiner Weihnachtsansprache in der Fitzrovia Chapel.
König Charles III. während seiner Weihnachtsansprache in der Fitzrovia Chapel. (Foto: WPA Pool/Getty Images)

Für seine Rede wählt der Monarch einen symbolträchtigen Ort. Bereits am Vormittag zeigt sich die königliche Familie beim traditionellen Spaziergang zum Weihnachtsgottesdienst.

Der an Krebs erkrankte König Charles III. hat in seiner Weihnachtsansprache den Einsatz „selbstloser“ Ärzte und Krankenpfleger für seine Gesundheit und die seiner Familie gewürdigt. Der 76 Jahre alte Monarch wird seit Monaten wegen einer nicht näher genannten Krebserkrankung behandelt - ebenso wie seine Schwiegertochter Kate (42), die Princess of Wales, die ihre Chemotherapie mittlerweile abgeschlossen hat.

Er wolle persönlich den medizinischen Teams danken, sagte Charles. Sie hätten „mir und anderen Mitgliedern meiner Familie in diesem Jahr durch die Ungewissheiten und Ängste der Krankheit beigestanden und uns die Kraft, Fürsorge und den Trost gegeben, die wir benötigten“.

Medizin
:Fühlt euch mitgenommen

Charles III. hat Krebs - und geht damit an die Öffentlichkeit. Wofür steht die neue Transparenz bei der Gesundheit von Herrschern?

SZ PlusVon Werner Bartens

Charles hatte vor einigen Monaten seine Erkrankung öffentlich gemacht, auch um anderen Krebspatienten Hoffnung und Zuspruch zu geben. Seine Ärzte sind mit seinen Fortschritten zufrieden, wie zu hören ist. Die Behandlung wird  2025 fortgesetzt. Das Staatsoberhaupt plant dennoch Auslandsreisen.

Symbolischer Ort für Weihnachtsansprache

Für seine traditionelle Ansprache, die am 1. Weihnachtsfeiertag ausgestrahlt wird, wählte Charles einen symbolischen Ort: Die Fitzrovia Chapel aus dem 19. Jahrhundert im Zentrum von London diente lange als Krankenhauskapelle. Dem Vernehmen nach wollte der König einen Ort mit einer Verbindung zum Gesundheitswesen. Es ist das erste Mal seit mehr als einem Jahrzehnt, dass die Weihnachtsansprache nicht in einem königlichen Anwesen aufgezeichnet wurde. Der Weihnachtsbaum, der neben Charles zu sehen ist, wurde mittlerweile einem Hospiz gespendet.

„Wir alle erleben irgendwann in unserem Leben irgendeine Form von Leiden, sei es geistiger oder körperlicher Natur“, sagte der Monarch. „Das Ausmaß, in dem wir einander helfen – und Unterstützung voneinander erhalten, ob wir nun gläubig sind oder nicht – ist ein Maß für unsere Zivilisation als Nationen.“ Dazu wurden Bilder ausgestrahlt, die den König bei Treffen mit anderen Krebspatienten zeigen.

Traditioneller Spaziergang zum Weihnachtsgottesdienst

Bereits am Vormittag hatte sich die royale Familie der Öffentlichkeit gezeigt. Traditionell spazieren die Royals an Weihnachten zum traditionellen Weihnachtsgottesdienst. Besonders im Fokus stand in diesem Jahr Fürstin Kate (42).

Die Ehefrau von Thronfolger Prinz William hatte vor einigen Wochen eine Chemotherapie abgeschlossen und zeigte sich zuletzt nur selten in der Öffentlichkeit. Nun reihte sich Kate, im grünen Mantel mit passendem Hut, strahlend gemeinsam mit William (42) und den drei gemeinsamen Kindern hinter ihrem Schwiegervater und Queen Camilla (77) ein.

Beim traditionellen Spaziergang zum Weihnachtsgottesdienst zeigt sich Kate der Öffentlichkeit.
Beim traditionellen Spaziergang zum Weihnachtsgottesdienst zeigt sich Kate der Öffentlichkeit. (Foto: OLI SCARFF/AFP)

Zahlreiche Schaulustige versammelten sich am königlichen Landsitz Sandringham in Ostengland, um den Royals auf dem Weg zur Kirche St. Mary Magdalene zuzujubeln. Die Ersten hatten bereits seit dem Vorabend ausgeharrt, um gute Plätze zu bekommen. Einige Menschen waren verkleidet oder hatten ihre Hunde kostümiert.

Auch einige Vierbeiner wohnen dem Spektakel in Sandringham in Ostengland bei.
Auch einige Vierbeiner wohnen dem Spektakel in Sandringham in Ostengland bei. (Foto: OLI SCARFF/AFP)

Aus dem royalen Kreis waren unter anderem Charles' Schwester Prinzessin Anne (74) sowie sein jüngster Bruder Prinz Edward (60) mit Ehefrau Herzogin Sophie (59) dabei. Charles' zweiter Bruder Prinz Andrew, der im Vorjahr noch dabei war, hingegen fehlte. Hintergrund dürfte sein, dass der 64-Jährige wegen seiner Nähe zu einem mutmaßlichen chinesischen Spion zuletzt erneut in die Negativschlagzeilen geraten war. Wegen seiner Verwicklung in den Missbrauchsskandal um den 2019 gestorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein musste sich Andrew schon weitgehend aus dem öffentlichen Leben zurückziehen.

© SZ/dpa/danju - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Serie „A Very Royal Scandal“ bei Magenta TV
:König des Cringe

Eine Serie erzählt, wie es zum peinlichen Interview von Prinz Andrew bei der BBC gekommen ist. Michael Sheen ist ein Ereignis in dieser Rolle.

SZ PlusVon Susan Vahabzadeh

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Gutscheine: