Leute:Kampf gegen die Stopfleber

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Leute: Charles III. (hier mit einem Braten) möchte keine Stopfleber mehr serviert bekommen.

Charles III. (hier mit einem Braten) möchte keine Stopfleber mehr serviert bekommen.

(Foto: Russell Cheyne/dpa)

König Charles III. verbietet eine französische Delikatesse, Sarah Connor feiert Weihnachten mit Flüchtlingen und Cem Özdemir besucht ein Tierheim.

Charles III., 74, britischer Monarch, hat in seinen Palästen Stopfleber verboten. "Als Prince of Wales hat König Charles Foie gras (...) aus seinen royalen Residenzen verbannt", teilte der Palast laut einer Tierschutzorganisation mit. Charles soll die Delikatesse, die etwa in Frankreich vielerorts traditionell zum Weihnachtsschmaus gehört, einmal als "ekelhaft" beschrieben haben. Die Herstellung von Stopfleber ist in Großbritannien verboten, nicht aber der Verkauf oder die Einfuhr. Zur Herstellung der Speise werden Gänse und Enten über ein Rohr künstlich gemästet. Auch für die Bärenfell-Mützen verwende der Palast mittlerweile nur "Nebenprodukte lizenzierter Keulungen durch kanadische Behörden", hieß es weiter. Für Charles' Krönung am 6. Mai 2023 hingegen sei bislang noch ein traditioneller Mantel aus Hermelin-Fell vorgesehen.

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(Foto: Michael Bahlo/dpa)

Sarah Connor, 42, Sängerin, möchte Weihnachten zusammen mit Flüchtlingen feiern. "In diesem Jahr ist eine ukrainische Familie dabei, die seit März bei uns wohnt - eine Mama mit ihren zwei Jungs, neun und fünf Jahre alt", sagte Connor der Augsburger Allgemeinen. Die Künstlerin ergänzte: "Der Blick auf Weihnachten ist ein anderer, wenn du Menschen bei dir hast, die froh sind, einen Ort zum Schlafen zu haben, an dem sie sicher sind. Man bekommt eine andere Wertschätzung für Heimat und Zusammensein." Die Geflüchteten habe sie zu Beginn des russischen Angriffskrieges während ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit am Berliner Hauptbahnhof gemeinsam mit ihren beiden Töchtern kennengelernt, sagte sie.

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(Foto: Bernd Weißbrod/dpa)

Cem Özdemir, 56, Bundeslandwirtschaftsminister, wirbt für Zurückhaltung beim Tierkauf. Die Menschen sollten "ein bissle nachdenken und prüfen, ob sie die nötige Zeit, Platz und Kleingeld für das Tier haben", meinte der Grünen-Politiker bei einem Besuch des mit 900 Tieren auf 10 000 Quadratmetern größten baden-württembergischen Tierheims in Stuttgart. Er fügte hinzu: "Tiere sind auch keine Weihnachtsgeschenke." Der Deutsche Tierschutzbund befürchtet wegen einer Kostenlawine die Schließung von bundesweit jedem vierten Tierheim und fordert mehr Engagement des Bundes und der Kommunen.

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