Charleroi Belgien: Angreifer verletzt zwei Polizistinnen mit Machete

Der Mann soll vor dem Hauptquartier der Polizei der Stadt Charleroi "Allahu Akbar" gerufen haben. Er wurde angeschossen und starb wenig später.

In der belgischen Stadt Charleroi sind am Samstag zwei Polizistinnen von einem Angreifer verletzt worden. Der Mann soll vor dem Polizei-Hauptquartier der 200 000-Einwohner-Stadt mit einer Machete auf die beiden Frauen losgegangen sein. Dabei soll er "Allahu Akbar" (arabisch: Gott ist groß) gerufen haben, wie die örtliche Polizeibehörde auf Twitter schreibt. Einem dritten Polizisten gelang es, den Angreifer mit einem Schuss außer Gefecht zu setzen. Der Angreifer wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er starb, wie die Polizei bestätigte.

Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. Auch über die Identität des Angreifers wurde nichts mitgeteilt. "Ich verurteile den Angriff in Charleroi auf das schärfste", schrieb Belgiens Ministerpräsident Charles Michel auf Twitter. Innenminister Jan Jambon sprach von einer "abscheulichen Tat". Michel sagte, erste Anzeichen deuteten auf einen Terrorakt hin.

Eine der beiden Polizistinnen erlitt Polizeiangaben zufolge schwere Verletzungen im Gesicht. Sie sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Lebensgefahr bestehe nicht. Die zweite Beamtin sei leichter verletzt worden. Direkt nach der Tat riegelte die Polizei die Straßen rund um den Anschlagsort ab.

In Belgien herrscht seit den Attentaten in Paris und dem Angriff auf den Brüsseler Flughafen, bei dem im März 32 Menschen starben, erhöhte Alarmbereitschaft. In den vergangenen Wochen hatte es mehrmals Razzien und großangelegte Anti-Terror-Einsätze gegeben, bei denen mehrere Verdächtige festgenommen wurden. Einer der Attentäter der Anschlagsserie in Paris vom Januar 2015 unter anderem auf das Magazin "Charlie Hebdo" hatte Verbindungen nach Charleroi. Auch der getötete mutmaßliche Drahtzieher der Pariser Attentate vom November 2015 mit 130 Todesopfern kam aus Belgien.