Süddeutsche Zeitung

Buskatastrophe bei Hannover:Kein menschliches Versagen

20 Menschen starben anfang November bei Hannover. Jetzt steht fest: Eine brennende Zigarette kann als Ursache für das Unglück ausgeschlossen werden.

Die Buskatastrophe auf der A2 nahe Hannover mit 20 Toten ist nach einem Bericht der Bild am Sonntag durch einen Kabelbrand unterhalb des WC verursacht worden. Menschliches Versagen, zum Beispiel eine brennende Zigarette, sei als Auslöser für das explosionsartige Feuer Anfang November auszuschließen.

Das gehe aus dem noch unveröffentlichten Abschlussbericht der Polizei an die Staatsanwaltschaft hervor, schreibt die Zeitung. Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft in Hannover konnten und wollten sich am Sonntag nicht zu dem Bericht äußern.

Die Reibung von zwei aufeinanderliegenden Kabelsträngen unterhalb des WC hat der Zeitung zufolge das schwerste Busunglück in Deutschland seit 16 Jahren ausgelöst. Ein Autofahrer gab bei der Polizei an, bereits rund vier Kilometer vor der Unfallstelle Qualm unter dem Bus bemerkt zu haben, wie es weiter in dem Bericht heißt.

Brandexperten aus ganz Deutschland

Am 4. November war das Fahrzeug auf dem Rückweg von einer Kaffeefahrt bei Hannover in Flammen aufgegangen. 20 Menschen starben, 13 wurden verletzt. Unter den Toten ist auch eine 13-Jährige.

Brandexperten aus ganz Deutschland untersuchten das Wrack. Bereits nach ersten Erkenntnissen hatte vieles auf einen technischen Defekt gedeutet. Das Abschlussgutachten soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft in der kommenden Woche vorgestellt werden.

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dpa/segi
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