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Busfahrer in Nigeria:Betrunken und bekifft

Mehr als die Hälfte aller Busfahrer bei privaten Fuhrunternehmen, die in Nigerias größter Stadt Lagos unterwegs sind, haben entweder Kokain und Marihuana konsumiert oder sind betrunken. Die Regierung des Bundesstaates Lagos will jetzt hart durchgreifen.

Die Regierung des Bundestaates Lagos, in dem auch die gleichnamige größte Stadt von Nigeria liegt, hat bekannt gegeben, dass nach einer Überprüfung über die Hälfte aller Busfahrer positiv auf Alkohol und Drogen getestet wurden. 441 Busfahrer hatten entweder Kokain oder Marihuana konsumiert. Das berichtet die nigerianische Tageszeitung The Nation.

So sehen viele Busfahrer in Nigeria den Verkehr in Lagos. Über die Hälfte von ihnen ist entweder betrunken, bekifft oder hat Kokain konsumiert.  

(Foto: AFP)

Insgesamt waren etwa 2000 Buslenker untersucht worden. Davon waren 781 angetrunken, 441 hatten Drogen genommen. Zusätzlich wurde bei 601 Fahrern erhöhter Blutdruck ermittel und 940 Busfahrer verfügten nur über eine eingeschränkte Sehkraft. Damit waren fast 95 Prozent der überprüften Busfahrer rechtlich nicht in der Lage zu fahren.

Der Gesundheitskommissar des Bundeslandes, Jide Idris, der die Studie der Öffentlichkeit vorstellte, drohte den Fahrern mit ernsthaften Konsequenzen. Wer in Zukunft unter Drogen- und Alkohol-Einfluss in Lagos einen Bus steuert, werde mit einer Geldstrafe von etwa 500 Euro oder zwei Jahren Gefängnis bestraft.

© Süddeutsche.de/sst/olk
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