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Bundesweite Fahndung:Sexualstraftäter entwischt auf Radtour

In Mönchengladbach ist ein Sexualstraftäter während einer Radtour mit seiner Betreuerin entflohen. Der Mann war in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht und gilt als gefährlich. Womöglich ist er mittlerweile nicht mehr in Nordrhein-Westfalen.

Mit einem Fahndungsfoto suchen die Ermittler seit Donnerstag bundesweit nach einem in Mönchengladbach geflohenen, gefährlichen Sexualstraftäter. Es gebe Hinweise, dass sich der etwa 1,73 Meter große, bärtige Mann nicht mehr in Nordrhein-Westfalen aufhalte, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hagen. Die Behörden beschrieben ihn als leicht untersetzten Brillenträger mit kurzen, braunen Haaren.

Der Forensik-Patient war seiner Pflegerin am Sonntag bei einer Pause während einer Radtour entwischt. "Sie hat noch versucht, ihn einzuholen", sagte ein Sprecher der LVR-Klinik. "Das ist ihr aber nicht gelungen." Der 53-Jährige hatte schon seit 2005 immer wieder Ausgang in Begleitung. Zu seiner Therapie gehörten auch Freizeitaktivitäten.

Nachdem er ein Grundschulkind sexuell missbraucht hatte, hatte ein Gericht 1991 seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Von ihm gehe eine Gefahr für die Allgemeinheit aus.

Der Mann hatte das Kind damals auf der Straße angesprochen und zum Mitkommen überredet. Davor hatte er in den 80er Jahren schon einmal ein Kind missbraucht. In Freiheit sei ein Rückfall nicht ausgeschlossen, schätzten Ärzte die Situation ein. Seit 2002 befand sich der Mann in der LVR-Klinik Viersen.

Der Entflohene habe auch Verwandte und Bekannte außerhalb Nordrhein-Westfalens, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Alle Anlaufstellen würden überprüft.