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Hauseinsturz in Brühl:Vermisste Zehnjährige ist tot

Traurige Gewissheit: Das nach dem Hauseinsturz in Brühl vermisste Mädchen ist tot. Zuvor hatte die Feuerwehr schon die Leichen eines Mannes und einer Frau aus den Trümmern geborgen - die Unglücksursache ist weiter rätselhaft.

Nach der schweren Explosion in einem Wohnhaus im nordrhein-westfälischen Brühl haben die Rettungskräfte am Sonntag drei Vermisste tot aus den Trümmern geborgen. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich vermutlich um den im Haus lebenden Vater, seine Lebensgefährtin und die zehnjährige Tochter der Familie.

Vermisste nach Explosion bei Koeln

Sie arbeiteten unter Hochdruck, doch auch das zehnjährige Mädchen konnte nur tot geborgen werden: Feuerwehrleute und Polizisten vor dem eingestürzten Haus in Brühl.

(Foto: dapd)

Ein zwölfjähriger Junge war am Samstagabend leicht verletzt gerettet worden. Die Frau wurde nach Angaben der Feuerwehr am Sonntagmorgen tot unter den Trümmern entdeckt, den Mann fanden die Rettungskräfte um die Mittagszeit. Das tote Mädchens wurde schließlich am Abend von Leichenspürhunden "im hinteren Kellerbereich" gefunden, wie ein Feuerwehrsprecher sagte.

Die Doppelhaushälfte war am Samstag nach einer schweren Explosion zu zwei Dritteln eingestürzt, vier Familienmitglieder wurden verschüttet. Der gerettete Zwölfjährige wurde in einem Krankenhaus medizinisch und psychologisch betreut. Rund 120 Einsatzkräfte waren vor Ort, neben der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk auch Rettungshunde des Roten Kreuzes. Ein Greifbagger war im Einsatz, zum Teil wurden die Trümmer aber auch vorsichtig mit der Hand abgetragen.

Nach der Bergung des Mädchens wurden die Rettungsarbeiten beendet. Bevor die Polizei mit der Untersuchung der Explosionsursache beginnen könne, müssten noch einsturzgefährdete Gebäudeteile gesichert werden, sagte der Feuerwehrsprecher. Über die Ursache für das Unglück gab es zunächst keine Erkenntnisse.

Der Sprecher der Feuerwehr sagte, das Haus sei mit gewaltiger Kraft zusammengestürzt. Die beiden toten Erwachsenen seien etwa zwei Meter unterhalb der normalen Erdoberfläche geborgen worden. Es konnte zunächst nicht gesagt werden, in welchem Stockwerk sie sich zum Zeitpunkt des Zusammensturzes befanden. Bei dem getöteten Mann lagen die Reste eines Stuhls.