Brückeneinsturz in Genua Ein Sturz, der ganz Italien erschüttert

Der Stadtteil Cornigliano im Westen Genuas, der nach dem Einsturz zu einem Trümmerfeld geworden ist.

(Foto: dpa)

Kurz nach halb zwölf am Dienstag, es regnet, da kracht in Genua ein Teil der A 10 in die Tiefe - und mit ihr Autos und Menschen. Es ist ein Tag, an dem in Italien weit mehr kaputtgeht als eine alte Betonbrücke am Meer.

Von Thomas Fromm und Stefan Ulrich , Genua

Dienstagvormittag, kurz nach halb zwölf. Die Wolken hängen tief über Genua. Sie kommen vom Meer, stauen sich an den Seealpen und bombardieren die italienische Hafenstadt mit einem Platzregen. Von Savona kommend fährt ein Lastwagen mit blauem Fahrerhaus und grünem Aufbau in die Stadt. Am Steuer sitzt ein 37 Jahre alter Berufskraftfahrer, der sich Journalisten später als Luigi vorstellen wird. Er fährt langsam, wegen des Regens. Als er das Polcevera-Viadukt erreicht, überholt ihn ein Fahrzeug und schert vor ihm ein. Dann ...

"Es sieht so aus, als hätten es alle gewusst"

Die Anwohner in Genua können nach dem Einsturz der Brücke noch nicht zurück in ihre Häuser. Auf die Erleichterung der Überlebenden folgen die Fragen und die Wut. Von Elisa Britzelmeier mehr...