Süddeutsche Zeitung

Brandenburg:Wolf auf Autobahn 10 nahe Wolfslake überfahren

Das Raubtier wurde von einem Kleintransporter erfasst und starb. Ähnliche Unfälle häufen sich seit einigen Monaten.

Lange hat es Wölfe in Deutschland nur noch in Märchen und Tierparks gegeben. Inzwischen breiten sich die Tiere in immer mehr Gegenden aus, reißen Schafe und Ziegen und sollen mancherorts sogar ins Jagdrecht aufgenommen werden. Immer wieder kommt es auch zu Unfällen. Nordwestlich von Berlin ist auf der Autobahn 10 nun ein Wolf angefahren und getötet worden.

Wie eine Polizeisprecherin in Neuruppin am Freitag sagte, wurde das Raubtier am Donnerstag von einem Kleintransporter erfasst. Der Unfall ereignete sich ausgerechnet zwischen dem Ort mit dem passenden Namen Wolfslake (Oberhavel) und Falkensee (Havelland). Der Transporter konnte weiterfahren. Das Landesumweltamt ließ den Kadaver beseitigen.

In den vergangenen Monaten waren bereits mehrere Wölfe in Deutschland überfahren worden. Im November wurde etwa auf der Autobahn 24 Berlin-Hamburg bei Heiligengrabe im Norden ein Wolf bei einem Unfall getötet.

Anfang des Jahres 2020 war auch der in Schleswig-Holstein zum Abschuss freigegebene und berühmt gewordene "Problemwolf GW 924m" von einem Auto überfahren worden. Zuvor soll er in mehr als einem Dutzend Fällen als wolfssicher geltende Zäune überwunden und Schafe gerissen haben. Viele Monate wurde nach ihm gefahndet, vor die Flinte lief er einfach nicht. Am Ende starb auch er bei einem Unfall.

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SZ/dpa/mkoh/ick
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