BrändeLöschflugzeugstaffel als großer Schritt für Brandbekämpfung

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Mit einer neuen Löschflugzeugstaffel sollen Einsatzkräfte besser für die Waldbrandbekämpfung gerüstet sein. Die beiden Maschinen starten vom Flughafen in Braunschweig aus. Das Einsatzgebiet ist aber nicht auf Niedersachsen und Deutschland beschränkt.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

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Braunschweig (dpa/lni) - Die verheerenden Bilder der jüngsten Waldbrände sind vielen Menschen noch im Kopf: Mit einer neuen Löschflugzeugstaffel wollen sich Niedersachsen, Deutschland und die EU besser auf solche Katastrophen einstellen. „Wir müssen uns für diese Gefahren viel stärker wappnen als das in der Vergangenheit der Fall war“, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser am Mittwoch bei der Vorstellung auf dem Flughafen Braunschweig-Wolfsburg.

Einsatzkräfte in Deutschland sollten nach den Wünschen der SPD-Politikerin künftig besser auf Waldbrände wie jüngst in Mecklenburg-Vorpommern reagieren können. Die Stationierung der beiden Maschinen in Niedersachsen vor wenigen Tagen bezeichnete Faeser als einen großen Schritt nach vorn. Beim gemeinsamen Besuch mit ihrer niedersächsischen Amtskollegin Daniela Behrens (SPD) kündige Faeser daher direkt die Unterstützung des Bundes auch für 2024 an.

„Wir haben eine Zusage gegeben als Bund für die fünf Monate dieses Jahr und wir würden das gern erweitern auf nächstes Jahr, so dass wir bis zu 900.000 Euro dafür ausgeben in der Unterstützung dieses Standortes“, sagte Faeser. Bisher stand zunächst die Stationierung der Crew mit Piloten und Mechanikern aus Argentinien, Italien und Spanien bis Ende Oktober.

Die Finanzierung für 2023 ist nach Angaben aus dem niedersächsischen Innenministerium durch eine EU-Förderung von 75 Prozent und eine Teilung der restlichen Kosten durch Bund und Land sichergestellt. Für 2023 handele insgesamt um ein Projekt mit einem Volumen von etwa 2,4 Millionen Euro.

Hintergrund ist ein Verfahren der EU wonach mehr Kapazitäten zur Brandbekämpfung vorgehalten werden sollen. Dass die erste deutsche Stationierung von Maschinen für diese EU-Flotte in Braunschweig erfolge, freue sie natürlich sehr, sagte Landesinnenministerin Behrens. „Wir brauchen volle Kapazität am Boden, aber auch aus der Luft“, sagte sie. Das sei für ein Flächenland wie Niedersachsens ganz entscheidend.

Die beiden Flugzeuge verfügen laut Ministerium über einen Löschwasservorrat von etwa 3100 Litern und können über genormte Anschlüsse bei allen Feuerwehren Deutschlands gefüllt werden. Von der Hauptstation in Braunschweig werde beispielsweise der Harz in etwa zwölf Minuten erreicht. Dorthin könnten innerhalb einer Stunde etwa 20.000 Liter Löschwasser gebracht werden.

Im vergangenen September hatte ein Brand am Brocken die Feuerwehr tagelang in Atem gehalten. Bis zu acht Löschhubschrauber und mehrere Löschflugzeuge kämpften zwischenzeitlich gegen die Flammen. Der damalige Innenminister Boris Pistorius hob anschließend die Bedeutung von Löschflugzeugen hervor, die aus Italien zur Hilfe geeilt waren.

„Wir haben auch in diesem Sommer schon jetzt verheerende Wald- und Vegetationsbrände erlebt“, sagte Bundesministerin Faeser. Im Kampf dagegen sollen die Länder weiterhin mit Hubschraubern der Bundespolizei, dem Technischen Hilfswerk und auch der Bundeswehr unterstützt werden.

Die CDU-Fraktion im Landtag bewertete die Stationierung zwar als gute Nachricht, wies aber auf Probleme bereits bei der Ausbildung hin. Die Landesregierung müsse die personelle und finanzielle Ausstattung der Einsatzkräfte nachhaltig und stärker gewährleisten, sagte der innenpolitische Sprecher, André Bock.

© dpa-infocom, dpa:230627-99-206099/3

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