Brände - Hannover:Feuerwehrverband: Heizlüfter können brandgefährlich sein

Lesezeit: 1 min

Brände - Hannover: Ein elektrischer Heizlüfter steht in einem Wohnraum. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild
Ein elektrischer Heizlüfter steht in einem Wohnraum. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Hannover (dpa/lni) - Viele Menschen setzen angesichts der Unsicherheiten rund um Energieversorgung und Gas beim Heizen auf Strom - das kann nach Expertenmeinung brandgefährlich sein. Werden strombetriebene Heizlüfter oder Elektro-Konvektoren benutzt, sei in den Wintermonaten verstärkt mit Wohnungsbränden zu rechnen, sagte der Präsident des niedersächsischen Landesfeuerwehrverbandes, Olaf Kapke, der Deutschen Presse-Agentur. Wichtig sei, beim Kauf auf die sogenannte CE-Kennzeichnung zu achten, die bescheinigt, dass das Gerät europäischen Richtlinien entspricht. Schon im Sommer war die Nachfrage nach Heizlüftern und Radiatoren enorm.

In Europa gefertigte Geräte schalten Kapke zufolge bei Überhitzung ab. Heizlüfter könnten bis zu 400 Grad heiß werden, daher sollten sie auch nicht in der Nähe brennbarer Gegenstände aufgestellt werden. Ein Standort im Fußraum vor dem Sofa oder vor Möbeln wäre demnach aus seiner Sicht ungünstig - da "sehen wir eine gewisse Gefahr", warnte Kapke.

Der schlimmste Fall ist aus seiner Sicht, wenn Kleidung mit den strombetriebenen Heizgeräten getrocknet und die Kleidung dazu sogar über die Geräte gelegt wird: "Die können anfangen zu brennen", betonte er. Besser ist es demnach, die Heizgeräte vor den normalen Heizkörpern oder im Raum zu platzieren.

Im Vergleich zu Konvektionsheizungen können Heizlüfter Kapke zufolge einen Raum schneller wärmen. Aber: Heizlüfter seien wegen ihres Stromverbrauchs "wahnsinnig teuer". "Wir wollen nicht, dass die Prognose eines längerfristigen Stromausfalls eintrifft", sagte Kapke. In der Regel hätten Heizlüfter eine Leistung zwischen 1200 und 2000 Watt.

Dennoch seien Heizlüfter immer noch besser als manch andere denkbare Überlegung, die Gasheizung zu ersetzen - jedenfalls, wenn es darum gehe, Brände zu verhindern. Kapke warnte davor, Grillgeräte oder Heizstäbe von der Terrasse in der Wohnung zu verwenden. Hohe Brandgefahr bestehe auch im Fall versotteter, jahrelang nicht genutzter Schornsteine, wenn beispielsweise spontan ein Kaminofen gekauft werde.

© dpa-infocom, dpa:221004-99-996525/2

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema