Brände auf Kanarischen Inseln:Flammen im Naturparadies

Auf zwei Kanaren-Inseln wüten seit Tagen heftige Waldbrände. Hunderte Menschen mussten sich in Sicherheit bringen, eine Fläche von mehr als 3.000 Hektar wurde allein auf La Gomera zerstört. Dort droht das Feuer ein Weltnaturerbe zu zerstören.

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Auf zwei Kanaren-Inseln wüten seit Tagen heftige Waldbrände. Hunderte Menschen mussten sich in Sicherheit bringen, eine Fläche von mehr als 3.000 Hektar wurde allein auf La Gomera zerstört. Dort droht das Feuer ein Weltnaturerbe zu zerstören

Ein Haus ist von Feuer umgeben - auf den Kanaren-Inseln La Palma und auf La Gomera, sowie im Südwesten Spaniens wüten seit Tagen riesige Waldbrände. Im Kampf gegen die Flammen ist bislang mindestens ein Mensch ums Leben gekommen: Ein Soldat starb, nachdem sein Löschfahrzeugs im Bergland der Sierra de Gata einen 300 Meter tiefen Abhang hinabgestürzt war. Drei weitere Männer wurden verletzt.

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Als Ursache für die Feuer vermuten die Behörden Brandstiftung. Es gebe eindeutig drei Brandherde, sagte Paulino Rivero, Regierungschef der Kanaren, im spanischen Rundfunk. Eine einzige Person hätte niemals einen "derartig heftigen Brand" auslösen können.

Die Feuer hatten sich durch starken Wind rasch ausgebreitet. Allein auf La Palma standen knapp 1.000 Hektar Land in Flammen, auf La Gomera sind mindestens 3.000 Hektar Wald niedergebrannt. Knapp 25 Häuser wurden dort durch das Feuer zerstört oder beschädigt. Hunderte Anwohner mussten ihre Wohnungen vorsorglich verlassen.

FIRE IN LA GOMERA

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Besonders verheerend: Der Waldbrand griff auch auf den Nationalpark Garajonay auf La Gomera über, der aufgrund seiner einzigartigen Naturlandschaft zum Weltnaturerbe der Unesco gehört. Ein Zehntel der Fläche ist bislang schon verbrannt. Seinen Namen verdankt der Nationalpark dem Garajonay, dem mit 1487 Metern höchsten Berg der Insel.

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Gesunkene Temperaturen und höhere Luftfeuchtigkeit sorgen für eine Entspannung der Lage: Auf La Palma sind die Flammen weitestgehend unter Kontrolle, auf La Gomera durften die im Brandgebiet lebenden Anwohner in ihre Wohnungen zurückkehren.  

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Dennoch steigt über La Palma und La Gomera weiterhin dichter Rauch auf. In dem unwegsamen Gelände waren Hubschrauber im Einsatz, um die Brände zu löschen.

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Als Konsequenz aus den verheerenden Bränden forderte der Kanarische Regierungschef Paulino Rivero, auf den Inseln einen dauerhaften Stützpunkt für Löschflugzeuge einzurichten. Nach dem Ausbruch von Waldbränden gehe zu viel Zeit verloren, die Maschinen vom spanischen Festland auf die Inseln im Atlantik zu bringen, sagte Rivero.

© Süddeutsche.de/dpa/AFP/vks/arie
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