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Hanau:Mitglieder eines Bordellrings verurteilt

Prozess gegen mutmaßliches Bordellbetreiber-Netzwerk

Der Gerichtssaal in Hanau

(Foto: Jörn Perske/dpa)

Das Gericht sprach fünf Angeklagte schuldig, vor allem Transsexuelle nach Deutschland geschleust und als Prostituierte ausgebeutet zu haben.

In Hanau sind fünf Mitglieder eines bundesweit agierenden Bordellrings verurteilt worden - teilweise zu mehrjährigen Freiheitsstrafen. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hatte den Angeklagten vorgeworfen, über Jahre vor allem Transsexuelle mit erschlichenen Touristenvisa nach Deutschland eingeschleust zu haben. Ziel sei gewesen, sie als Prostituierte auszubeuten.

Die Hauptangeklagte, eine 61 Jahre alte Frau aus Thailand, muss für acht Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Ihr Partner, ein 61 Jahre alter Deutscher, wurde zu vier Jahren und sechs Monaten verurteilt. Die drei weiteren Angeklagten erhielten Strafen zwischen drei Jahren und zwei Jahren auf Bewährung. Konkret ging es in dem Prozess, der im Sommer vor einem Jahr gestartet war, um Menschenhandel, Einschleusung, Zwangsprostitution, Ausbeutung und Steuerhinterziehung.

An dem Prozess hatten sich vier Transsexuelle als Nebenklägerinnen beteiligt. Eines der Opfer hatte berichtet, dass sie oft eingesperrt gewesen sei und zeitweilig rund um die Uhr für Sex zur Verfügung habe stehen müssen. Sie sei in mehreren Bundesländern tätig gewesen. In dem Hanauer Prozess ging es nur um Vorkommnisse in Maintal (Hessen) und Siegen (NRW).

© SZ.de/dpa/jael

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