SchneesturmBlizzard trifft US-Ostküste:  Hunderttausende ohne Strom

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Nur wenige Menschen laufen über die verschneite Brooklyn Bridge in New York.
Nur wenige Menschen laufen über die verschneite Brooklyn Bridge in New York. MICHAEL M. SANTIAGO/Getty Images via AFP
  • Ein schwerer Schneesturm mit mehr als 30 Zentimetern Schnee legt den Nordosten der USA lahm und betrifft über 40 Millionen Menschen.
  • Knapp 400 000 Kunden sind von Stromausfällen betroffen, Straßen und Flughäfen werden gesperrt, Schulen bleiben geschlossen.
  • Tausende Flugverbindungen werden gestrichen, an großen Flughäfen fallen teils rund 90 Prozent der Flüge aus.
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Ein heftiger Schneesturm legt den Alltag im Nordosten der USA lahm: Autobahnen, Brücken und Flughäfen werden gesperrt, Schulen sind geschlossen, bei Hunderttausenden Menschen fällt der Strom aus.

Ein schwerer Wintersturm mit viel Schnee und starken Windböen hat den Nordosten der USA zeitweise weitgehend lahmgelegt. Knapp 400 000 Kunden waren von Stromausfällen betroffen, wie Daten des Portals „Poweroutage“ zeigten. Mehr als 40 Millionen Menschen standen unter Blizzard-Warnungen. Ein sogenannter Blizzard ist ein starker Schneesturm mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 55 Kilometern pro Stunde und stark eingeschränkter Sicht, der das öffentliche Leben zeitweise lahmlegen kann.

In den Bundesstaaten New York, New Jersey, Pennsylvania, Delaware und Connecticut fielen mehr als 30 Zentimeter Schnee. Im New Yorker Central Park wurden bis zum Morgen über 38 Zentimeter gemessen – so viel wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr bei einem einzelnen Sturm, berichtete der Nachrichtensender CNN. Starker Wind und schwerer, nasser Schnee ließen Bäume umstürzen, beschädigten Stromleitungen und verursachten örtliche Überschwemmungen an der Küste von Massachusetts.

In New York verhängten die Behörden ein Fahrverbot und sperrten zeitweise Straßen, Autobahnen und Brücken – außer für dringend notwendigen Verkehr wie etwa Rettungseinsätze. Auch im benachbarten Bundesstaat New Jersey gilt ein Verkehrsverbot für nicht ausgenommene Fahrzeuge auf allen Straßen und Autobahnen bis zum Ende des Tages. Die Kombination von heftigen Sturmböen und großen Schneemassen mache Autofahren „unglaublich gefährlich“, sagte Gouverneurin Mikie Sherrill.

Winterwetter am Times Square, New York. Am Broadway wurden Theatervorstellungen abgesagt.
Winterwetter am Times Square, New York. Am Broadway wurden Theatervorstellungen abgesagt. CHARLY TRIBALLEAU/AFP

Auf den Straßen der Millionenmetropole New York, auf denen es an einem Montagmorgen sonst extrem betriebsam ist, blieb es weitgehend ruhig. Nur wenige Fahrzeuge waren unterwegs. Räumfahrzeuge kämpften gegen die Schneemassen an, dazwischen stapften einige wenige Menschen. Die meisten Geschäfte blieben zunächst geschlossen. Auch Schulen, städtische Bibliotheken und andere öffentliche Einrichtungen blieben auf Anordnung von Bürgermeister Zohran Mamdani geschlossen. Bereits am Sonntagabend waren am New Yorker Broadway Theatervorstellungen abgesagt worden.

Bürgermeister Mamdani appellierte an die Menschen, ihre Häuser und Wohnungen nicht zu verlassen. Für Bedürftige gebe es in allen Stadtbezirken Aufnahmezentren, in denen sie Zuflucht suchen und sich aufwärmen könnten. Auch der Flugverkehr wurde beeinträchtigt. Tausende Verbindungen in die und aus den USA und innerhalb des Landes wurden nach Daten des Flugportals „Flightaware“ gestrichen. An großen Drehkreuzen wie in Boston und den New Yorker Flughäfen John F. Kennedy, LaGuardia und Newark fielen demnach teils rund 90 Prozent der Ankünfte und Abflüge aus. Bereits am Sonntag waren fast 4000 Flüge gestrichen worden.

Der aktuelle Sturm ist Teil einer Serie extremer Winterwetterlagen in den Vereinigten Staaten. Bereits Ende Januar und Anfang Februar hatten schwere Schneestürme und ungewöhnlich niedrige Temperaturen große Teile des Landes getroffen. Dabei waren auch zahlreiche Menschen ums Leben gekommen.

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