Schweiz„Die Kirche, der Friedhof, das Elternhaus. Alles weg“

Lesezeit: 5 Min.

Im hinteren Teil des Tals stehen die wenigen Häuser des Dorfes Blatten, die der Bergsturz im vergangenen Jahr nicht zerstört hat.
Im hinteren Teil des Tals stehen die wenigen Häuser des Dorfes Blatten, die der Bergsturz im vergangenen Jahr nicht zerstört hat. Denis Balibouse/Reuters

Vor einem Jahr zerstörte ein Bergsturz das Dorf Blatten. Noch immer sind große Teile des Tals eine Geröllwüste. Unterwegs mit einem Einheimischen, der sein Zuhause zurückhaben möchte.

Von Nicolas Freund, Lötschental

SZ bei Google bevorzugen

Wären da nicht links und rechts die verschneiten Gipfel und grünen Wälder, man könnte denken, man sei auf dem Mars. Richard Bellwald blickt auf die Schuttwüste, die einmal seine Heimat war. Der Talgrund besteht hier nur noch aus Steinen und Geröll. „Wenn ich den Schuttkegel sehe, habe ich manchmal Schwierigkeiten, mir das Dorf dort vorzustellen“, sagt der Wildhüter. „Ich kannte ja jede Gasse, ich weiß, wie es dort ausgeschaut hat. Ich habe meine Kindheit dort verbracht. Aber wenn ich jetzt sagen sollte, wo mein Elternhaus gestanden hat, muss ich zugeben: Vielleicht verschätze ich mich um 100 Meter.“

Zur SZ-Startseite

Bergsturz in der Schweiz
:„All die Orte, die ich kannte, sind jetzt weg“

Wer in das Lötschental im Schweizer Kanton Wallis fährt, stößt auf einen gigantischen Schuttkegel, wo vorher das Dorf Blatten war. Und einen bedrohlich wachsenden See. Doch die Bewohner halten nach dem Bergsturz zusammen. Ein Besuch.

SZ PlusVon Nicolas Freund

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: