Bildstrecke:Mordfall Rosemarie Nitribitt

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Quelle: SZ

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Die minderjährige Rosalie Marie Nitribitt, genannt Rosemarie, auf einem Polizeifoto. Das uneheliche Kind wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Ihre Jugend verbrachte sie bei Pflegeeltern oder in Heimen.

Als Kind soll Nitribitt vergewaltigt worden sein. Früh geht sie der Gelegenheitsprostitution nach. Immer wieder wird sie aufgegriffen und landet wieder in Kinderheimen, stets gelingt ihr die Flucht.

Mit 21 Jahren, als sie volljährig ist, geht sie nach Frankfurt und beginnt dort von Prostitution zu leben.

Foto: Kriminalmuseum Frankfurt

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Quelle: SZ

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Nitribitt versuchte schon als Heranwachsende ihre Herkunft durch elegantes Auftreten zu überspielen. Dieses Foto soll in einer der wenigen stabilen Phasen ihrer Jugend entstanden sein, als sie als Hausmädchen arbeitete.

Foto: Kriminalmuseum Frankfurt

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In Frankfurt lässt sich die gebürtige Düsseldorferin schließlich nieder. Sie verdient ihren Lebensunterhalt als Bardame, Mannequin - und Prostituierte.

Dieser Ausriß aus dem Frankfurter Telefonbuch gibt ihren Beruf noch als Mannequin an - kein Wunder in einer Zeit, als Prostituierte in Presseberichten noch verschämt als "Lebedamen" bezeichnet wurden.

Später wird sie, wenn nicht sofort das Kennwort "Rebecca" fällt, sofort wieder auflegen, wenn Kunden ihre Nummer wählen.

Scan: sueddeutsche.de

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Quelle: AP

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Die hellblonde Frau arbeitet gezielt an ihrem Aufstieg: Sie richtet ihre Kleidung und ihr Auftreten geschickt auf die Kundengruppe aus, die besonders viel Geld hat: Deutsche Industrielle und ausländische Geschäftsleute, die auf dem Flughafen der Bankenstadt Frankfurt landen.

Foto: AP

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Einerseits eine sehr gewagte Fotoperspektive für die 50er - andererseit ein teures Modemagazin in den manikürten Händen. Nitribitt verdiente in den letzten Jahren ihres Lebens gewaltige Summen. Sie sparte das Geld - und gab es aus...

Foto: Kriminalmuseum Frankfurt

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...für teure Kleidung und eine Wohnungseinrichtung, die dem Stil ihrer reichen Klientel entsprechen sollte...

Foto: Kriminalmuseum Frankfurt

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...für einen Pudel, den sie "Joe" rief,....

Foto: Kriminalmuseum Frankfurt

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...und immer wieder die neuesten und teuersten Sportwagen. Der berühmteste ist das Mercedes Cabriolet, mit dem sie durch die Frankfurter Innenstadt kurvt, auf der Suche nach freigiebigen Freiern. Der Roadster ist so teuer, dass ihn sich viele ihrer Kunden nicht leisten können.

Foto: Kriminalmuseum Frankfurt

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Eines der Fotos aus dem Privatbesitz Nitribitts, die wohl einer ihrer Freier aufgenommen hatte.

Foto: Kriminalmuseum Frankfurt

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Eine der seltenen Fotos Rosemarie Nitribitts, auf dem sie sich nicht inszeniert hat, ist gleichzeitig eine der letzten Aufnahme vor ihrer Ermordung.

Pressefotograf Kurt Weiner hatte die stadtbekannte Frau erkannt. Drei oder vier Fotos knipste er vom gegenüberliegenden Redaktionsgebäude der Frankfurter Rundschau von der 24-Jährigen, wie sie sich am Fenster ihres Appartements sonnt - am 27. Oktober 1957.

Zwei Tag später wurde sie vermutlich getötet.

Foto: Kurt Weiner / Christian Steiger, HEEL-Verlag, Königswinter

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Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht von Nitribitts Ermordung - der Beginn eines regelrechten Mythos.

Scan: sueddeutsche.de

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Rosemarie Nitribitt lag vermutlich drei Tage tot in ihrer überheizten Wohnung. Der Oberkörper war wegen der Fußbodenheizung bereits am Verwesen, ein Bein lag unter, ein anderes über der Couch, von der im Kampf das Polster heruntergerissen wurde.

Nitribitt wurde 24 Jahre alt. Wer sie umgebracht hat, ist bis heute nicht geklärt.

Foto: Kriminalmuseum Frankfurt

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