Bildstrecke:Grönemeyer seit 1978: Platten, Frisuren, Filme

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Die erste Platte, an der Grönemeyer mitwirkt, ist "Ocean Orchestra" (1978) von der Jazzrock-Gruppe Ocean. Die Scheibe ist nur im Eigenvertrieb erhältlich und heute kaum noch aufzutreiben. Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen.

1979 kommt Herberts erste eigene Scheibe, und damit jeder begreift, dass es sich um ihn handelt, prangt sein Name und sein Konterfei auf dem Cover. Gut, es sind die 70er und Grönemeyer ist nicht der einzige mit einer absolut abscheulichen Plattenhülle. Immerhin fällt er auf: Herbert bekommt die Goldene Zitrone für das hässlichste Cover des Jahres. Von der Musik spricht allerdings kaum jemand - weder damals noch heute.

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1980: Die zweite Platte wird ebenfalls kein Renner, auch wenn das Cover nicht mehr ganz so schlimm ist. Immerhin, an zwei Lieder erinnert man sich: "Stau" und "Ich hab' Dich lieb", Grönemeyers erste große Ballade.

Herbert hat offenbar nicht nur beim Singen ein Problem mit der deutschen Sprache: Er schreibt sich plötzlich GrOEnemeyer, die Platte heißt (originellerweise) Zwo.

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Während sein Gesangswerk in den Regalen gammelt, feiert Grönemeyer als Schauspieler einen großen Erfolg: Er übernimmt die Rolle des Leutnant Werner in Wolfgang Petersens "Das Boot", hier an der Seite von Klaus Wennemann.

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1982: "Total Egal", das dritte Album. Diesmal muss er sich für das Cover nicht mehr gar so sehr schämen. Allerdings wirkt er eher wie ein schmusiger Möchtegern-Schlagerstar - was zur Musik überhaupt nicht passt. Immerhin lässt Herbert gesanglich den Ruhri raus, insbesondere "Currywurst" kommt bei vielen Menschen zwischen Dortmund und Duisburg gut an. Auch "Anna" und "Total Egal" bleiben im Gedächtnis. In seinem "Bombenlied" wird Grönemeyer politisch: Es geht um die Neutronenbombe, die Anfang der 80er ein Thema ist. Herbert ist auf dem Weg - aber noch lange nicht berühmt.

Für den Schauspieler Grönemeyer geht es voran: Er spielt in Peter Schamonis Schumann-Film "Frühlingssinfonie" den Musiker Robert Schumann.

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1983: "Gemischte Gefühle". Sein erster großer Erfolg: "Musik nur, wenn sie laut ist." Der Sänger etabliert langsam aber sicher seinen ganz eigenen Gesangsstil: unverständliches Quetschgeknödel, häufig am richtigen Ton haarscharf vorbei. Aber das kennt man ja von Bob Dylan. Die Texte muss man auf der Innenhülle nachlesen. Die Musik ... tja, Deutschrock halt, der nichts mit der Neuen Deutschen Welle zu tun hat.

Das Cover - seien wir ehrlich - ist ein Rückschritt. Grönemeyer ist eben nicht Klaus Kinski.

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1984: "Bochum" macht Grönemeyer deutschlandweit bekannt, besonders "Männer" ist ein Hit. Das Lied "Bochum" wird von nun an bei allen Live-Konzerten mitgebrüllt, als stammten alle Grönemeyer-Fans aus dem Ruhrgebiet. Musikalisch hat sich zur letzten Platte wenig geändert. Allerdings schreibt Grönemeyer zum ersten Mal alle Texte selbst. Und: Danke für dieses Plattencover ganz ohne Gesicht und Haare.

1985 organisiert Grönemeyer die "Band für Afrika", an der sich etliche deutsche Rock- und Popmusiker beteiligten. Ziel: Spenden für Afrika. Das Lied "Nackt im Wind" kommt auf Platz 3 der deutschen Charts.

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Auf "Sprünge" veröffentlicht Grönemeyer 1986 gleich mehrere kritische politische Lieder - insbesondere rechte Politiker greift er an. Seine Nachwuchs-Hymne "Kinder an die Macht" wird ein Klassiker, wenn auch seine Vorstellung von Zweijährigen ziemlich naiv wirkt.

Grönemeyers Musik wird glatter, professioneller. An seiner Frisur muss er noch arbeiten. Mit Auftritten in Talkshows legt er den Grundstein für seinen Ruf als Moralapostel. Aber warum eigentlich soll ein Musiker sich über die Politik nicht aufregen dürfen?

Im gleichen Jahr veröffentlicht Grönemeyer "WAAhnsinn - Der Wackersdorf Film".

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Die Schauspiel-Karriere geht weiter. Grönemeyer tritt mit Burt Lancaster, Julie Christie, Bruno Ganz, Martin Benrath, Katharina Thalbach, Hannes Jaenicke und anderen in dem Deutz-Film "Väter und Söhne" von Regisseur Bernard Sinkel auf.

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"Ö" macht Grönemeyer 1988 zum Superstar. "Halt mich", "Vollmond" sind Hits, "Was soll das" - auf englisch - macht ihn auch in Kanada berühmt. Der alte Grönemeyer wird langsam blasser - ein modernerer Musiker scheint durch, der inzwischen auch besser singen kann. Was manche seiner Fans allerdings bedauern.

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Endlich hüllt Grönemeyer seine Platten und CDs in erträgliche Cover. 1990 kommt "Luxus". Grönemeyer versucht sich im Titellied und im Song "Hartgeld" an einer kritischen Auseinandersetzung mit der Stimmung in "Wir-sind-ein-Volk"-Deutschland. Texte und Musik gehen mit der Zeit - die Fans bleiben Herbert treu. In Kanada gewinnt er weitere Anhänger mit der englischsprachigen Version der Platte.

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Grönemeyer arbeitet auch an seiner Frisur - allerdings mit wenig Erfolg. Immerhin sieht er besser aus als 1979!

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Mit "Chaos" profiliert sich Grönemeyer 1993 als politischer Musiker. Er verarbeitet in seinen Texten Themen wie die Wiedervereinigung und den Rechtsradikalismus und erweist sich einmal mehr als Musiker, der nicht nur deutsch singt, sondern sich auch mit Deutschland beschäftigt. Mit Erfolg: "Chaos" klettert auf Platz eins der deutschen Charts, die "Chaos"-Tour besuchen mehr als 600.000 Menschen. Grönemeyer ist der erste deutsche Musiker, der eine CD-ROM veröffentlicht - mit drei Videoclips, Bildern aus dem CD-Booklet und einem Screensaver.

Der Sänger beweist seine Vielseitigkeit, indem er "Chaos" 1994 auch als Techno-Remix veröffentlicht. Kritiker halten ihm vor, sich damit zu einer Art musikalischem Wendehals zu machen. Er meint, nur mit der Zeit zu gehen.

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"Chaos"-Tour 1993. Wo ist die Tolle?

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Die Tolle ist weg. 1994 tritt Grönemeyer als erster nicht-englischsprachiger Musiker bei "MTV-Unplugged" auf. Irgendwie sieht Grönemeyers Frisur nun aus wie die von Sting. Tatsächlich sah schon sein Plattencover 1982 aus wie eines von Sting. Aber der hat mit diesen Schmusefotos auf der Plattenhülle erst 1985 angefangen.

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1994: Seit einem Jahr ist Grönemeyer mit Anna Henkel verheiratet - die zwei Kinder kamen bereits 1987 und 1989 zur Welt.

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Fünf Jahre vergehen, bevor 1998 wieder eine Grönemeyer-Scheibe auf den Markt kommt: "Bleibt alles anders". Der Sänger ist auf Wunsch seiner Frau nach London gezogen - um unbeobachtet zu sein. Die "Bleibt alles anders-Tour" ist schon mehrere Monate im Voraus ausverkauft.

Im November sterben Grönemeyers Frau Anna und sein Bruder Wilhelm innerhalb weniger Tage an Krebs. Grönemeyer bricht die Tour ab.

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Erst im Juni 1999 geht Herbert Grönemeyer wieder auf Tour - und es vergeht noch einige Zeit, bis er nach dem Tod seiner Frau und seines Bruders wieder Songs schreibt.

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2002: die verhältnismäßig ruhige CD "Mensch". Bereits die vorab erschienene Titel-Single belegt auf Anhieb den ersten Platz der deutschen Media Control Charts - für Grönemeyer der erste Single-Nummer-1-Hit seiner Karriere. Der Song verkauft sich mehr als 500.000 Mal: Platin. Das Album wird fast eine Million Mal vorbestellt: Drei Mal Platin. "Mensch" wird zur schnellstverkauften Platte in der Geschichte der deutschen Musikindustrie. Grönemeyer hat sich weit von seinen Ursprüngen entfernt - doch irgendwie ist er immer noch der "Ich hab' Dich lieb"-Sänger von 1980.

Die 2003 erscheint die "Mensch"-Live-DVD - es ist die erste DVD, die es auf Rang 1 der Deutschen Alben-Charts schafft.

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2002 beginnt Grönemeyer seine "Alles Gute von gestern bis Mensch"-Tour und tritt dabei auch in "Wetten dass...?" auf. Die Live-Show auf Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz dauert jeweils drei Stunden und ist ein Riesenerfolg.

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Nachdem zum geplanten Tour-Ende 1,5 Millionen Zuschauer die Show besucht haben, wird sie bis Anfang 2005 verlängert. Am Ende haben fast zwei Millionen Grönemeyer live gesehen - die erfolgreichste Tournee auf deutschem Boden.

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2005 kommt etwas völlig anderes: "Leonce und Lena". Bereits zwei Jahre zuvor hat Grönemeyer Musik und Lieder für Robert Wilsons Theaterinszenierung von Georg Büchners "Leonce und Lena" am Berliner Theater am Schiffbauer Damm geschrieben. Das Doppelalbum wird mit dem Orchester Büchners Erben und Schauspielern des Berliner Ensembles aufgenommen.

(Foto: sueddeutsche.de)

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