Melissa Satta - das Petersilchen

Nirgendwo in Europa gibt es so viele Fernsehformate, in denen langbeinige Mädchen ohne klar erkennbare Aufgabe durchs Bild stöckeln, wie in Italien. Veline heißen die Dekorations-Schönheiten, was so viel wie Seidenpapier bedeutet und möglicherweise den Hauch andeuten soll, mit dem sie vorüberschweben. Geht die Rechnung auf, katapultiert der Hauch die Velina nach oben, und das Beispiel Ilary Blasi zeigt die ganze Bandbreite der Möglichkeiten. Sie hat es bis zur Ehefrau von Weltmeister Francesco Totti geschafft und außerdem das Musikfestival von San Remo moderiert, was ungefähr so viel bedeutet wie ein Exklusivinterview mit dem Papst. Da muss Melissa Satta noch einiges lernen, aber immerhin hat die dunkelhaarige Sardin schon zwei Regeln erfüllt. Sie ist ein Seidenpapiermädchen in der bekannten Show ,,Striscia la notizia''. Und sie hat diesen Sommer einen medienwirksamen Flirt mit dem Fußballer Christian Vieri hinbekommen. Turteln und plätschern in karibischen Buchten, Chi und Gente haben umgehend reportiert. In Italien nennt man die Veline auch ,,prezzemoline'', Petersilchen. Überall drauf, aber völlig überflüssig.

Foto: dpa

21. Mai 2007, 03:002007-05-21 03:00:00 ©