SZ-Kolumne "Bester Dinge":Das Bier und die Gesundheit

Lesezeit: 1 min

SZ-Kolumne "Bester Dinge": undefined
(Foto: Ole Spata)

Eine kleine Flasche Bier am Tag soll grandios sein für die männliche Darmflora. Aber wie viel Alkohol soll der Mensch denn nun wirklich trinken?

Von Moritz Geier

Dank einer portugiesischen Studie, die das Journal of Agricultural and Food Chemistry veröffentlicht hat, ist nun bekannt, dass eine Flasche Lagerbier (0,33 Liter) am Tag die Darmflora bei Männern positiv zu beeinflussen vermag. Das ist eine gute Nachricht für den Menschen, da er nun wieder etwas genauer weiß, wie viel Bier er der Gesundheit zuliebe am Tag zu trinken hat. Der Befund deckt sich zudem im Großen und Ganzen mit den Ergebnissen einer internationalen Studie aus dem Jahr 2016, wonach der tägliche Genuss von ein (Frau) bis zwei (Mann) Gläsern Bier mit einer höheren Lebenserwartung einhergeht, was wiederum eine Studie aus Shanghai um die Erkenntnis erweiterte, dass eine geringere koronare Mortalität insbesondere auch für Reisweintrinker gelte.

Weil eine spanische Studie herausgefunden hat, dass Menschen, die regelmäßig "ein bis sieben Einheiten" Rotwein pro Woche zu sich nehmen, signifikant weniger Erkältungskrankheiten erleiden als der Durchschnitt, sei an dieser Stelle auch das einheitliche Trinken ausdrücklich empfohlen. Zumal Weinkonsum (Studie aus Kopenhagen) auch das Risiko einer traumatischen Hüftfraktur senkt, was bayerische Empiriker in der Annahme bekräftigen dürfte, auch mit zwei Maß Bier noch unfallfrei Auto fahren zu können.

Dass eine Studie aus Cambridge und London behauptet, alkoholische Getränke erhöhten schon in geringer Dosis das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, kann dagegen nur dem britischen Humor zuzuschreiben sein. Und was die schiere Masse an Forschung zum Thema Alkoholkonsum über den Menschen an sich aussagt? Dazu können hier bedauernswerterweise keine belegbaren Antworten geliefert werden. Es braucht da einfach noch mehr Studien.

Mehr gute Nachrichten lesen Sie hier.

Zur SZ-Startseite

SZ-Kolumne "Bester Dinge"
:Des Allergreschte!

Im Juli bekommen die Stuttgarter nach zähem Ringen endlich eine Ampel mit den Motiven der beiden SWR-Maskottchen Äffle und Pferdle. Was sagen die beiden Trickfilmfiguren selbst dazu?

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB