SZ-Kolumne "Bester Dinge":Tür an Tür

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(Foto: Bernd Thissen/dpa)

Vorsicht bei der Küchenplanung: In Lörrach wird eine Frau von ihrer automatisch öffnenden Spülmaschine eingesperrt.

Von Alexander Menden

Wer je die Einrichtung einer Küche geplant hat, weiß, wie viel Freude es bereiten kann, jeden Aspekt zu durchdenken. Induktions- oder Gasherd? (Letzteres dank Putin im Moment wohl eher nicht.) Die Kacheln in Eierschal oder Türkis? Wo kommt die Insel hin, und wird es eher eine Frühstücksbar oder braucht man doch mehr Stauraum? Verwendet man so viel Gehirnschmalz, ist es allerdings auch besonders frustrierend, wenn grundlegende Dinge nicht beachtet werden. Eine Steckdose zu nah an der Spüle, die Arbeitsplatte viel zu niedrig angebracht - oder eine Spülmaschinentür, die einen im Bad einschließt.

So geschehen in einer Wohnung im baden-württembergischen Lörrach: Dort verbarrikadierte jüngst eine sich selbst öffnende Geschirrspüler-Tür nach vollendetem Spülprogramm die Badezimmertür, während die frisch eingezogene Bewohnerin sich im Bad befand. Wahrscheinlich zur optimalen Raumausnutzung waren beide Türen direkt nebeneinander angebracht. Das Bad hatte kein Fenster, sodass die gerade erst ins Badische umgezogene Frau eine Freundin in Hessen alarmieren musste, die dann die Polizei anrief. Diese konnte die Tür aber mit einem organisierten Zweitschlüssel nicht öffnen, weil der Erstschlüssel von innen steckte, wie die Polizei mitteilte. Schließlich rückte die Feuerwehr aus, der es dann glückte, sowohl die Wohnungstür zu öffnen, als auch die Spülmaschinentür zu schließen.

Abgesehen davon, dass Geschichten von geglückten Rettungen immer sehr erfreulich sind, kann man daraus vielleicht auch etwas lernen. Erstens, dass Platzsparen nicht immer der beste Ratgeber ist. Und zweitens, dass man bei der nächsten Küchenplanung eventuell auch die Feuerwehr konsultieren sollte.

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