bedeckt München 14°

SZ-Kolumne "Bester Dinge":Bei Enrique läuft es rund

400 Jahre Karussell
(Foto: Tobias Hase/picture alliance/dpa)

Wie ein Freizeitpark-Besitzer in Andalusien durch einen Lottogewinn gerettet wurde.

Von Martin Zips

Von einem längst verblichenen Popstar wird erzählt, er habe sein Grundstück einst wie einen Freizeitpark gestaltet. Weil ihn Freizeitparks einfach glücklich machten. Der Typ mag ein Fall für den Psychologen gewesen sein. Dennoch gibt es Momente, in denen man sich auch selbst schon mal eine Achterbahn in den Garten gewünscht hätte. Oder zumindest ein Kettenkarussell. Nur, um endlich Leben zu spüren, jenseits der öden Büro-Geisterbahnen. Ein Jahrmarktleben, wie man es aus Filmen wie "Mary Poppins", "The Circus" oder "Paddington 2" kennt. Natürlich kann man sich solche Filme ins Wohnzimmer streamen, wenn man gerade mal kein Kettenkarussell im Garten hat. Auf Dauer aber schmecken sie wie Zuckerwatte aus der Konserve.

Und so freut man sich über einen Mann namens Enrique, von dessen Existenz man soeben aus spanischen Medien erfahren hat. Enrique ist Besitzer eines eigenen Freizeitparks! Theoretisch könnte er sich sogar nachts das Karussell anschmeißen, wenn er gerade Lust drauf hat. Oder Autoscooter fahren.

Der Park musste schließen, der Grund ist klar

Aber klar, so ein Park kostet natürlich auch was. Strom und Steuern zum Beispiel, auch Kredite. Außerdem hat Enrique seinen Park heuer fast gar nicht aufsperren dürfen. Man kann sich schon denken, warum.

Aber jetzt hat Enrique gewonnen! 400 000 Euro in der Weihnachtslotterie "El Gordo". "Ich flippe aus", rief er in die Fernsehkameras. Zuletzt habe ihm das Geld gerade noch so fürs Essen gereicht. Nun darf er hoffen, dass er irgendwann wieder öffnen kann, für seine Gäste in Punta Umbría. Und seien wir ehrlich: Nichts ist auf Dauer langweiliger als ein Karussell, das man nur allein benutzen kann.

Mehr gute Nachrichten lesen Sie hier.

© SZ/nas
Zur SZ-Startseite
A rescue worker performs CPR on a baby elephant after a motorcycle crash in Chanthaburi province

SZ-Kolumne "Bester Dinge"
:Erste Elefantenhilfe

Wie ein Sanitäter einem kleinen Elefanten mittels Herzdruckmassage das Leben rettet.

Von Alexander Menden

Lesen Sie mehr zum Thema