bedeckt München
vgwortpixel

Schießerei in Berlin:Ein Toter nach Schüssen vor Tempodrom

Tempodrom Schüsse Berlin

Die Polizei rückte mit etwa 200 Einsatzkräften an, Beamte mit Maschinenpistolen sicherten den Tatort vor dem Tempodrom.

(Foto: Paul Zinken/dpa)
  • Ein Mann ist in Berlin am Freitagabend erschossen worden, vier weitere Männer wurden verletzt, einer davon schwer.
  • Die Hintergründe der Tat sind unklar, der oder die Täter sind flüchtig.
  • Das Gebiet um den Tatort vor der Veranstaltungshalle Tempodrom wurde weiträumig abgesperrt.

Vor dem Tempodrom in Berlin-Kreuzberg ist am Freitagabend ein Mensch erschossen worden, vier weitere wurden verletzt. Bei dem Toten handelt es sich um einen 42-jährigen Mann. Vier weitere Männer sind durch Schüsse verletzt worden, davon einer schwer, wie die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft Berlin, Mona Lorenz, mitteilte. Der Zustand des schwerverletzten Mannes sei kritisch. Nach wie vor sind die Hintergründe der Tat unklar.

Die Tat ereignete sich gegen 23 Uhr am Tempodrom in der Möckernstraße, einer Veranstaltungshalle in der Berliner Innenstadt. Hier stand am Freitagabend eine türkische Comedyshow auf dem Programm. Bei dem Opfer und den mutmaßlichen Tätern handle es sich nach bisherigen Erkenntnissen nicht um Besucher der Veranstaltung, sagte eine Polizeisprecherin im RBB-Inforadio.

Der Tote sollte noch am Samstag obduziert werden. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann mit türkischer Staatsangehörigkeit an den Schüssen starb. Die vier verletzten Männer seien zwischen 28 und 52 Jahre alt und türkischstämmig. Ihnen wurde offenbar gezielt in die Beine geschossen. Wie Tagesspiegel und Bild berichten, wurden am Tatort Patronenhülsen von zwei verschiedenen Pistolen gefunden worden, was auf mehrere Schützen hindeute.

Das Gebiet wurde am Freitagabend weiträumig abgesperrt. Polizisten mit Maschinenpistolen sicherten den Tatort, die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Besucher der Veranstaltung im Tempodrom wurden über Seiten- und Hinterausgänge aus dem Gebäude gebracht. Panik herrschte nicht, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichtete.

Es könne nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob es mehrere Täter gab oder ob es nur einer war. Das sagte die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft Berlin, Mona Lorenz, am Samstagmorgen gegenüber der dpa. Er oder sie sind laut Lorenz weiterhin flüchtig, eine Mordkommission ermittle mit Hochdruck.

© SZ/dpa/bix/tba/tmh/cck
Zur SZ-Startseite