BrandanschlagBerliner Haushalte haben wieder Strom

Wegen eines Brandanschlags auf zwei Strommasten fiel im Berliner Südosten großflächig der Strom aus. Nun ist die Versorgung wiederhergestellt.
Wegen eines Brandanschlags auf zwei Strommasten fiel im Berliner Südosten großflächig der Strom aus. Nun ist die Versorgung wiederhergestellt. Michael Ukas/dpa

Rund 60 Stunden nach dem Stromausfall sind alle betroffenen Verbraucher wieder am Netz. Ermittler gehen davon aus, dass linksextreme Täter für den Brandanschlag auf die Stromversorgung im Südosten der Hauptstadt verantwortlich sind.

Rund 60 Stunden nach dem Brandanschlag auf die Stromversorgung im Südosten Berlins sind alle betroffenen Verbraucher wieder an die Versorgung angeschlossen. Das meldete der Netzbetreiber Stromnetz GmbH am späten Donnerstagnachmittag. Von dem Stromausfall waren seit Dienstag etwa 50 000 Kunden betroffen. Im Laufe des ersten Tages und der ersten Nacht wurden 30 000 Haushalte wieder an das Netz gebracht.

Bis Mittwochnachmittag erhielten über eine Zwischenlösung etwa 6000 weitere Haushalte wieder Strom. Diese Verbindungsleitung fiel allerdings schnell wieder aus und wurde erst am Donnerstagmorgen wiederaufgebaut. 13 700 Kunden, darunter vor allem Haushalte, Firmen und Geschäfte im Bezirk Treptow-Köpenick, blieben bis zum Nachmittag ohne Strom.

Bei dem Brandanschlag gehen die Ermittler von linksextremen Tätern aus. Ein im Internet veröffentlichtes Bekennerschreiben werde als authentisch eingeschätzt, sagte Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD). Es weise Ähnlichkeiten auf mit einem Bekennerschreiben zu einem ähnlichen Brandanschlag im Februar nahe der Tesla-Autofabrik in Brandenburg.

Dem Netzbetreiber zufolge war der Stromausfall der längste in Berlin seit mindestens 25 Jahren. Beim letzten großen Blackout 2019 in Köpenick waren mehr als 30 000 Haushalte etwa 30 Stunden lang ohne Elektrizität.

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Von Meredith Haaf

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