Prozess in Berlin„Die Videos haben mich verändert“

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Der Angeklagte Wassim al-M. sitzt im Saal des Kriminalgerichts Moabit in einem Sicherheitskasten.
Der Angeklagte Wassim al-M. sitzt im Saal des Kriminalgerichts Moabit in einem Sicherheitskasten. Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Erst verletzte er einen Touristen am Berliner Holocaust-Mahnmal lebensgefährlich mit einem Messer. Dann schwieg er. Aber jetzt beginnt der Täter vor Gericht zu erzählen – von einer Radikalisierung mitten in Deutschland.

Von Constanze von Bullion und Lena Kampf

Er hat jetzt also die Waffen getauscht, will statt mit dem Messer mit Worten kämpfen. Aber mehr noch kämpft er wohl mit sich selbst. Wassim al-M., 20 Jahre alt, geboren in Syrien, ein schmaler Kerl mit einem Schülergesicht, hat beschlossen zu reden mit der deutschen Justiz: über den Februar 2025, als er zwischen den Stelen des Berliner Holocaust-Mahnmals von hinten an einen spanischen Touristen herantrat, ihm mit einem Jagdmesser die Kehle durchtrennte, dann noch mal nachsetzte und das Gesicht seines Opfers traf.

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Iker M. besucht als Tourist das Holocaust-Mahnmal in Berlin – als ihn plötzlich jemand mit einem Messer angreift. Fast ein Jahr danach begegnet er dem Täter vor Gericht.

SZ PlusVon Constanze von Bullion

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