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"Trostfrauen"-Statue:Tabus der Vergangenheit

Seit September steht die Statue von der "Trostfrau", entworfen vom Künstlerpaar Kim Eun-Sung und Kim Seo-Kyung, in Berlin-Moabit. Nataly Jung-Hwa Han vom Korea-Verband kämpft dafür, dass sie dort bleiben darf.

(Foto: Verena Mayer)

Hunderttausende Koreanerinnen wurden während des Zweiten Weltkriegs von der japanischen Armee zur Prostitution gezwungen, man nannte sie "Trostfrauen". Eine Statue in einem Berliner Park soll an sie erinnern - und sorgt für einen Streit, der weit über Berlin hinausreicht.

Von Verena Mayer, Berlin

Eine Frau auf einem Stuhl. Sie sieht anmutig aus mit ihrer aufrechten Haltung. Erst auf zweiten Blick erkennt man, dass sie die Hände zu Fäusten geballt hat, etwas Kämpferisches ausstrahlt. Und das soll sie auch. Die Frau ist eines von Hunderttausenden Opfern sexualisierter Gewalt, die über das, was ihnen angetan wurde, lange geschwiegen haben. Doch jetzt will sie reden, und deswegen steht neben ihr ein leerer Stuhl. Man kann sich setzen und ihr zuhören.

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