Berlin:Die Spur der Schädel

Lesezeit: 10 min

Berlin: Rudolf Virchow inmitten seiner privaten Schädel- und Knochensammlung.

Rudolf Virchow inmitten seiner privaten Schädel- und Knochensammlung.

(Foto: Imago Stock & People)

Der Pathologe Rudolf Virchow bekam im 19. Jahrhundert ein "Gastgeschenk": Vier Köpfe von Indigenen aus Kanada. Nur zu finden waren sie lange nicht. Jetzt sollen sie auf ihre letzte Reise gehen.

Von Markus Grill und Ralf Wiegand

Richard Hill hat so viele Tote nach Hause geholt. Eingeborene, wie die Welten-Erkunder sie früher in ihrer Herablassung genannt haben, Indigene, wie sie heute korrekt bezeichnet werden. Oder das, was von ihnen übrig war. Knochen. Schädel. Ganze Skelette. Die Arbeit, sagt der Kanadier Hill, 70, habe ihn ausgelaugt, sie habe ihn traurig gemacht. Er hat sogar lernen müssen, seine Wut zu kontrollieren. Hill war Lehrer, aber er nannte sich Bestatter, denn das war, was er tat: Er brachte die Toten in die Erde ihrer Heimat.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Mandy Mangler
Gesundheit
»Nennt eure Vulva so oft wie möglich beim Namen«
Timothy Snyder
"Postkoloniale Staaten gewinnen immer"
Depressive junge Frau abhängig von Medikamenten PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright xMarcusxB
Familie und Partnerschaft
Das Monster in mir
Young woman sitting by a beach at sunset in winter; alles liebe
Liebeskummer
"Wir können unseren Herzschmerz abschwächen"
Globalisierte Arbeitswelt
"In Deutschland kann man auch mit jemandem arbeiten, den man nicht mag"
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB