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Berlin:Serientäter nach Vergewaltigungen gesucht

Bild zum mutmaßlich rechtsradikalen Überfall im Pasinger Stadtpark auf eine junge Frau

Eine Frau ist nachts alleine in der Dunkelheit in einem Stadtpark unterwegs.

(Foto: Florian Peljak)

In Grünanlagen in Berlin und Brandenburg wurden mehrere Frauen innerhalb weniger Tage vergewaltigt. Die Ermittler suchen nun den Mann mit Aufnahmen aus Überwachungskameras.

Nach mehreren Vergewaltigungen in Berlin und Brandenburg gehen die Ermittler nun von einem Serientäter aus. Polizei und Staatsanwaltschaft veröffentlichten Aufnahmen von Überwachungskameras, die den mutmaßlichen Täter auf einem Bahnsteig in Bernau-Friedenstal (Barnim) zeigen sollen.

Für die Serientäter-Annahme sprechen den Behörden zufolge sowohl sichergestellte Spuren an den Tatorten, gerichtsmedizinische Untersuchungen sowie übereinstimmende Zeugenaussagen. Insgesamt geht es um sieben bisher bekannte Taten zwischen dem 12. und 30. Juni, wie ein Polizeisprecher erklärte: fünf Vergewaltigungen, eine versuchte Vergewaltigung und ein unklarer Fall, der von einem Zeugen beobachtet wurde, in dem sich aber bisher kein Opfer gemeldet hat.

Der mutmaßliche Täter trägt Glatze, soll athletisch aussehen und spricht Englisch

Neben insgesamt fünf Fällen seit dem 12. Juni im Bereich des Grunewalds hätten im Zuge der Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin und Brandenburg zwei weitere Taten in einem Waldgebiet bei Kleinmachnow und in Bernau demselben Täter zugeordnet werden können, hieß es.

Die Taten wurden in der Nähe von Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel, in Parks und anderen Grünflächen begangen. Mindestens zwei der Frauen waren Polizeiangaben nach joggen, als sie angegriffen wurden.

Der Gesuchte soll etwa 30 Jahre alt, 1,75 bis 1,85 Meter groß und von schlanker Statur sein; sein Oberkörper wird als athletisch beschrieben. Mit den Frauen habe er auf Englisch gesprochen. Die veröffentlichten Bilder und Videos zeigen - recht gut erkennbar - einen glatzköpfigen Mann auf einem Bahnsteig, der seinen Mundschutz unter dem Kinn trägt. Bei den Ermittlern seien rund 80 Hinweise von Bürgern eingegangen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag auf Anfrage.

© SZ/dpa/mpu/afis

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