Da stand er dann plötzlich neben einem, im November 2012. Ein bisschen verloren wirkte er, neben all den internationalen Showstars auf der Düsseldorfer Bambi-Verleihung. Nur sechs Wochen zuvor war der Österreicher Felix Baumgartner über der Wüste von New Mexico aus gut 39 000 Metern Höhe mit dem Fallschirm abgesprungen, eine gelungene Werbeaktion eines bekannten Limonaden-Herstellers. Bei dem Burda-Event trug Baumgartner dann natürlich nicht mehr den Raumanzug, den man ihm während der fünfjährigen Vorbereitungszeit verpasst hatte und der tatsächlich Maßstäbe gesetzt haben soll, in Sachen intergalaktischer Bewegungsfreiheit. Er trug einen schicken bräunlichen Anzug, extra eng, damit man seinen muskulösen Körper noch besser erahnen konnte. Gerade war er von den oberbayerischen Extrembergsteigern Thomas und Alexander Huber auf der Bühne gelobt worden: „I hob di immer kritisch g’sehn, Felix. Aber als du da oben standst, des hättst du erleben sollen, wie dir da die ganze Welt zu Füßen lag.“ Nun verweilte Baumgartner mit einem Glas Sekt auf den Fluren der Düsseldorfer Stadthalle. Unweit von Céline Dion, Joachim Fuchsberger und Udo Walz – und doch ganz allein.
Nachruf auf Felix BaumgartnerDer Grenzüberschreiter
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Der österreichische Extrem-Fallschirmspringer Felix Baumgartner lotete in seinem Leben nicht nur sportlich immer wieder aus, wie weit man gehen kann. Zum Tod eines einsamen Helden, der sich gelegentlich auch mal verrannte.
Von Korbinian Eisenberger und Martin Zips
