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Brand in Drei-Sterne-Restaurant:"Das tut natürlich sehr weh"

Brand in Drei-Sterne-Restaurant im Schwarzwald

Kein anderes Restaurant in Deutschland hält so lange drei Sterne wie die "Schwarzwaldstube" im Hotel Traube Tonbach. Nun wurde das Lokal bei einem Brand komplett zerstört.

(Foto: dpa)
  • Ein Brand hat das Drei-Sterne-Restaurant "Schwarzwaldstube" in Baiersbronn komplett zerstört.
  • Der Schaden geht in die Millionen, verletzt wurde niemand.
  • Der Inhaber spricht von "Glück im Unglück."

Seit Jahrzehnten gilt Baiersbronn als Pilgerziel für Gourmets aus der ganzen Welt, unter Küchenchef Harald Wohlfahrt wurde die dortige "Schwarzwaldstube" zum höchstdekorierten Restaurant Deutschlands. In der Nacht zum Sonntag ist das Drei-Sterne-Haus nun komplett niedergebrannt. Der Schaden geht in die Millionen.

"Das ist ein Drama", sagte Wohlfahrt der Stuttgarter Zeitung. Obwohl er sich vor drei Jahren nach einem Rechtsstreit nach mehr als 40 Jahren aus der Küche der Schwarzwaldstube verabschiedet hatte, lebt der 64-Jährige noch immer in Baiersbronn. Als er am Sonntagmorgen am Hotel "Traube Tonbach" gewesen sei, zu dem das Restaurant gehört, habe es sich so angefühlt, "als ob mein Wohnzimmer abgebrannt ist."

"Das tut natürlich sehr weh", sagte Hotel-Inhaber Heiner Finkbeiner am Sonntag. Doch es sei nichts passiert, in dem Sinne, dass weder Gäste noch Mitarbeiter durch den Brand Verletzungen erlitten hätten. "Alles andere lässt sich wieder aufbauen." Er spricht von "Glück im Unglück".

Der aktuelle Küchenchef des Drei-Sterne-Restaurants, Torsten Michel, sagte, dass gerade alle sehr aufgewühlt seien. "Doch so tragisch der ideelle und materielle Verlust durch das Feuer sind - am Ende ist es nur ein Gebäude." Gebrannt hatte es in dem 230 Jahre alten Stammhaus des Hotels. "Das ist unser Augapfel gewesen", so Finkbeiner.

Der Brand war am Sonntagmittag größtenteils unter Kontrolle, wie der Sprecher der Feuerwehr, Martin Frey, sagte. Die Löscharbeiten sollten noch den ganzen Tag dauern. 150 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Über eine Drehleiter wurden Flammen im zerstörten Dach bekämpft. Wo genau in dem Gebäude das Feuer ausbrach, war zunächst nicht klar. Auch die Brandursache war völlig unklar.

In dem betroffenen Gebäude waren keine Gäste untergebracht. Das Hauptgebäude, das auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Restaurants liegt und in dem 150 Gästezimmer sind, blieb vom Feuer unbehelligt. 63 Bewohner eines weiteren Gästehauses, das an das Stammhaus angrenzt, hatten das Gebäude wegen des Rauchs vorübergehend verlassen müssen. Sie konnten am Sonntagmorgen jedoch in ihre Zimmer zurückkehren. Laut Hotelsprecherin waren an diesem Wochenende alle Zimmer belegt.

© SZ.de/dpa/ick/cku
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