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Wetter:Blitzeinschlag in Stellwerk - Verspätungen bei der Bahn

Nach einem Blitzeinschlag in ein Stellwerk in Walldorf musste der Zugverkehr zwischen Frankfurt und

Auch weit nach Mitternacht war die Schlange vor dem Infoschalter der Deutschen Bahn im Frankfurter Hauptbahnhof noch lang.

(Foto: imago images / Ralph Peters)
  • Nach den heftigen Gewittern am Sonntagabend kommt es bis voraussichtlich Montagnachmittag noch zu Störungen im Bahnverkehr.
  • Betroffen ist vor allem das Rhein-Main-Gebiet. Dort war der Blitz in ein Stellwerk eingeschlagen.

Nach einem Unwetter müssen Bahnpendler in der Mitte und im Süden Deutschlands am Montag weiterhin mit Problemen rechnen. Wegen eines Blitzeinschlags in ein Stellwerk im hessischen Walldorf werde der Fernverkehr zwischen Frankfurt/Main und Mannheim in beiden Richtungen voraussichtlich bis zum Nachmittag umgeleitet, sagte eine Bahnsprecherin am Morgen. Züge müssten eine Ausweichstrecke über Mainz-Bischofsheim und Worms fahren. Dadurch kommt es zu Verspätungen von 30 bis 90 Minuten.

Auch die Strecke zwischen Aschaffenburg und Hanau ist nach Bahnangaben wegen Oberleitungsstörungen gesperrt. Der Fernverkehr zwischen Frankfurt/Main und Würzburg werde deshalb in beiden Richtungen über Fulda umgeleitet. Es komme zu Verspätungen von 60 bis 100 Minuten, sagte die Sprecherin. Die Sperrung werde voraussichtlich noch bis Dienstagabend dauern.

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Die Gewitter waren am Sonntagabend von der Pfalz und Südhessen in Richtung Südosten gezogen. Die Unwetter sollten bis ins nördliche Unterfranken und möglicherweise nach Thüringen ziehen. Auch am Montag sei im Süden und Südosten mit Gewittern und Starkregen zu rechnen, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes.

Auf dem Frankfurter Flughafen machten sich die heftigen Gewitter am Sonntag bemerkbar. Um Personal und Reisende zu schützen, sei die Abfertigung auf dem Vorfeld vorübergehend eingestellt worden, sagte eine Sprecherin des Betreibers Fraport. Auch die Zahl der landenden Maschinen sei reduziert worden.

Auch Mainz stark betroffen

Besonders stark von Unwettern betroffen war in Südhessen die Gegend um die Gemeinde Mörfelden. Die Polizei sprach von chaotischen Zuständen. Das Dach des Rathauses sei teilweise abgedeckt und Autos seien von umstürzenden Bäumen beschädigt worden.

Auch in Mainz richtete das Unwetter Schäden an, vor allem im Stadtteil Ebersheim. Dort wurden nach Angaben der Feuerwerhr zwei Menschen unter einem umgestürzten Baum eingeklemmt. Beide hätten Glück gehabt, sie seien nicht allzu schwer verletzt worden. Ganz in der Nähe wirbelte der Wind ein Dach samt Gebälk durch die Luft. Die Ziegel trafen zwei Wohnhäuser und richteten erheblichen Sachschaden an. Auf dem Gelände eines Geflügelzucht-Vereins kippten Bäume um und zerstörten Käfige und Verschläge.

In Bayern trafen Hagel und Sturm den Landkreis Aschaffenburg. Dächer wurden abgedeckt, Strommasten knickten um und Keller standen unter Wasser, wie die Feuerwehr mitteilte. Mehrere Gemeinden waren noch in den späteren Abendstunden ohne Strom.

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