Süddeutsche Zeitung

Badeunfall in Guatemala:Opfer der Wellen

Zwei Deutsche sind beim Baden an einem Pazifikstrand in Guatemala ertrunken. Sie waren Mitglieder einer Vereinigung, die seit vielen Jahren armen Kindern in Nicaragua hilft.

Die Strömung war zu stark. Sie zog die beiden Badenden ins offene Meer: Zwei Deutsche sind beim Baden an einem Pazifikstrand in Guatemala ertrunken. Wie die Behörden des mittelamerikanischen Landes mitteilten, wurden ein 62-jähriger Mann und eine 61-jährige Frau beim Schwimmen von hohen Wellen erfasst und mitgerissen. Das Unglück ereignete sich im Department Santa Rosa im Badeort Monterrico etwa 140 Kilometer südlich der Hauptstadt Guatemala-Stadt.

Dort gilt das Baden wegen der Wellen und starken Strömungen als lebensgefährlich, jedes Jahr ertrinken hier auch trainierte Schwimmer. Seit mehreren Tagen branden bis zu vier Meter hohe Wellen an die Pazifikstrände der Region. In Mexiko wurden deshalb bereits in der vergangenen Woche mehrere Strände geschlossen. In Guatemala richteten die Wellen an Hütten und Strandrestaurants Schäden an. Rund 200 Bewohner von Häusern in Strandnähe wurden umgesiedelt.

Die katholische Hilfsorganisation Adveniat in Essen bestätigte, dass die beiden am Wochenende nach einer Gruppen-Studienreise mit zehn Deutschen aus dem Sauerland an den Strand gefahren sind. Sie waren Mitglieder einer Vereinigung, die seit vielen Jahren armen Kindern in Nicaragua hilft.

Die 61-jährige freie Journalistin aus Oberfranken, die in den siebziger und achtziger Jahren für große deutsche Zeitungen geschrieben hatte, war Gründerin des Stipendienwerks in Guatemala und lebte bereits seit den achtziger Jahren dort. Sie hatte die Unterstützergruppe aus dem Sauerland begleitet. Das zweite Opfer kam nach Informationen von Adveniat aus Altena.

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dpa/abis
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