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Baden-Württemberg:Missbrauchsvorwürfe gegen Schwimmlehrer weiten sich aus

Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen einen Schwimmlehrer aus Baden-Baden haben sich inzwischen 20 weitere Betroffene bei der Polizei gemeldet. Die Ermittler befürchten, dass es noch mehr Fälle gibt.

Im Fall des Schwimmlehrers, der in verschiedenen Schwimmbädern in Baden-Württemberg unterrichtet hat und dort Schülerinnen missbraucht haben soll, kommen immer mehr Fälle ans Licht. Der Mann war schon im September nach zwei Klagen von Eltern fünfjähriger Mädchen festgenommen worden. Inzwischen haben sich die Eltern 20 weiterer Kinder bei der Polizei gemeldet.

Der Missbrauch soll sich demnach in den Orten Achern, Bad Liebenzell, Baden-Baden, Gernsbach und Kuppenheim abgespielt haben. Der mutmaßliche Täter soll sich seinen Opfern im Becken, am Beckenrand und in den Umkleidekabinen genähert haben. Manche der Taten soll er mit einer Unterwasserkamera gefilmt haben.

Die Polizei stellte die Videoaufnahmen bei einer Hausdurchsuchung sicher. Danach könnten auch vier weitere Mädchen zu den Opfern gehören, die bisher noch nicht identifiziert sind. Die Ermittler glauben, dass das Ausmaß des Falles noch weit größer sein könnte - der Schwimmlehrer hatte in verschiedenen Orten in den vergangenen Jahren Hunderte Kinder unterrichtet.

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