Baden-Württemberg Bundeswehrsoldat wegen Sexualdelikt unter Verdacht

Ein Soldat steht im Verdacht, eine 21-Jährige am Standort Calw vergewaltigt zu haben. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Ein Bundeswehrsoldat soll in einer Kaserne in Baden-Württemberg ein Sexualdelikt an einer Frau begangen haben. Die Polizei in Karlsruhe und die Staatsanwaltschaft Tübingen ermitteln wegen des Verdacht der Vergewaltigung.

Die 21-Jährige soll sich am Samstagabend mit einem 28-jährigen Soldaten in der Kaserne in Calw verabredet und die Nacht heimlich auf dem Gelände verbracht haben. Am Sonntagmorgen soll der 31-Jährige dann die Tat verübt haben - er hatte sich wohl in den Raum geschlichen, in dem die Frau schlief.

Da sie sich wehrte, habe der Mann schließlich von ihr abgelassen. Das mutmaßliche Opfer habe sich von ihrem Bekannten aus der Kaserne bringen lassen und den Vorfall angezeigt. Ob der 28-Jährige, mit dem sie am Abend zuvor freiwillig mitgegangen war, zum Zeitpunkt der Attacke im Zimmer war, konnte ein Polizeisprecher nicht sagen. Auch der Kasernensprecher konnte keine weiteren Details nennen. Man werde die Umstände genau untersuchen und arbeite eng mit Staatsanwaltschaft und Polizei zusammen.

In Calw ist das Kommando Spezialkräfte (KSK) stationiert. Dort werden Soldaten für spezielle Einsätze geschult und ausgebildet - etwa für die Rettung deutscher Staatsbürger im Ausland. Der Beschuldigte sei zwar nicht suspendiert worden, nehme bis auf Weiteres aber nicht am Routinedienst teil, teilte ein Sprecher der Kaserne am Dienstag mit. Er halte sich für Befragungen zur Verfügung.