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Bad Segeberg:Ausbruch von Noro-Viren bestätigt

Mehr als 140 Jugendliche mussten am Wochenende in schleswig-holsteinischen Krankenhäusern wegen Brechdurchfalls behandelt werden. Jetzt bestätigen die Behörden: Ursache für die Erkrankungen sind hochinfektiöse Noro-Viren.

Ursache für etwa 300 Fälle von Brechdurchfall in einem Zeltlager in Bad Segeberg ist das hochansteckende Noro-Virus. "Wir haben keinen Zweifel daran", sagte der Amtsarzt im Kreis Segeberg, Boris Friege. 143 Teilnehmer des "Camp D", einem Diabetiker-Zeltlager für Jugendliche, waren am Wochenende in 20 verschiedene Krankenhäuser gebracht worden.

Jugendliche in Zeltlager erkrankt

Mehr als 140 Teilnehmer eines Zeltlagers für Diabetiker in Bad Segeburg wurden am Wochenende mit Noro-Viren in Krankenhäuser eingeliefert.

(Foto: dpa)

Das Virus wurde bereits am Sonntag bei vier Patienten nachgewiesen, die Veranstalter lösten das Camp auf. Nach Angaben von Landrätin Jutta Hartwieg mussten insgesamt mehr als 300 Teilnehmer des Zeltlagers medizinisch versorgt werden. Die nicht von den Brechdurchfällen Betroffenen wurden mit Informationsmaterial versorgt und über das Krankheitsbild aufgeklärt.

"Die Lage ist stabil", sagte ein Sprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein. Nach Angaben des Pharmakonzerns Novo Nordisk, einem Mitveranstalter des Camps konnte die Hälfte der zwischenzeitlich in Krankenhäuser eingelieferten Patienten diese bis Sonntagmittag bereits wieder verlassen. Im Verlauf des Samstags hatten nach einem Sportprogramm zunächst einige Teilnehmer gesundheitliche Probleme. Anschließend nahm deren Zahl stetig zu.

An dem Zeltlager nahmen laut Veranstaltern etwa 750 Jugendliche und Erwachsene teil, darunter 520 Patienten mit Typ 1 Diabetes. Die Veranstaltung läuft seit Donnerstag und sollte am Sonntag zu Ende gehen. Die Teilnehmer wollten sich während des Zeltlagers über ihre Erfahrungen mit Diabetes austauschen. Dazu wurden auch Workshops abgehalten. Zum dritten Mal hatten die Pharmakonzerne Novo Nordisk und Bayer HealthCare dazu Teilnehmer aus ganz Deutschland eingeladen.

© sueddeutsche.de/dpa/leja

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