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Bachauskehr am Canal Saint-Martin:Paris säubert seinen Kanal

Alle 15 Jahre muss der Canal Saint-Martin Wasser lassen. Was dabei ans Tageslicht kommt, macht klar, warum das Bett gesäubert werden muss.

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Canal Saint-Martin maintenance in Paris

Quelle: dpa

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Bei einer Rundfahrt auf dem Canal Saint-Martin entdeckt man das alte, das wahre Paris fernab der Touristen-Attraktionen, heißt es. Momentan entdeckt man bei einem Rundgang am knapp 200 Jahre alten Kanal noch viel mehr - weil ihm das Wasser fehlt. Alle 15 Jahre wird es abgelassen, um den Boden des Kanals zu reinigen.

Illustration NEWS Nettoyage du Canal Saint Martin Paris 06 01 2016 FedericoPestellini Panorami

Quelle: imago/PanoramiC

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Während der drei Monate dauernden Arbeiten bietet der Kanal dann zum Beispiel diesen Anblick: Räder von allerlei Gerätschaften, noch mehr Schlamm und Abfall.

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Kaiser Napoleon hatte sich den Kanal einst gewünscht, um Wasser und Waren in die damals an ihre verkehrstechnischen Grenzen stoßende Stadt zu bringen. Dass sich in dem Kanal auch Fische angesiedelt haben, dürfte den Kaiser wenig gestört haben - anders geht es den Fisch durch die temporäre Wasser-Knappheit. Hier kümmert sich eine Helferin um einen der Bewohner des Kanals.

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Auch diese Männer kümmern sich um Fische, sie fangen die Tiere und entlassen sie später in ein Zwischenlager. Sie haben ordentlich zu tun: Der Kanal ist insgesamt viereinhalb Kilometer lang, er verbindet das Bassin de la Villette mit der Seine.

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Wenn das Wasser abgelassen wird, wird aus dem Kanal zunächst ein sumpfartiger Lauf. Dann, wenn alle Fische und Unterwasser-Lebewesen in Sicherheit sind, wird der Kanal komplett trockengelegt. Das Ganze kostet etwa 9,5 Millionen Euro.

Canal Saint-Martin maintenance in Paris

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Im Kinofilm "Fabelhafte Welt der Amélie" lässt die Hauptdarstellerin Steine im Kanal springen. Angesichts dessen, was ohne Wasser zu Tage kommt, erscheint eher der stillgelegte Kanal surreal als das, was Amélie in dem Spielfilm sonst so erlebt.

Canal Saint-Martin maintenance in Paris

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Dieser verrottende Einkaufswagen und das Fahrrad, das sein Schicksal teilt, haben etwas von einem surrealen Stillleben.

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Das fehlende Wasser bringt ans Licht, dass der Kanal nicht nur als Ausflugsziel für Touristen, sondern auch als Motorroller-Friedhof für Einheimische dient.

Canal Saint-Martin maintenance in Paris

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Dieser Ghettoblaster wirkt nur auf den ersten Blick wie ein Relikt aus einer längst vergangenen Zeit, in der man noch Kassetten hörte. Der gute Zustand des Geräts lässt erahnen, dass es noch gar nicht so lange im Wasser liegt.

Canal Saint-Martin maintenance in Paris

Quelle: dpa

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Ghettoblaster, Motorroller und ein pinkes Smartphone: Welche Geschichten wohl hinter den im Kanal entsorgten Geräten stecken? Gehörte dieses Telefon einer Dame, die es aus Wut über ihren Ehemann ins Wasser warf? Oder fiel es einem flirtenden Mädchen aus Unachtsamkeit aus den Händen?

© SZ.de/max/kjan
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